Dirrigent
Digitalisierung der Erfassung und Auswertung des Wasser- und Stromverbrauchs in der Feldbewässerung
Das Forschungsprojekt Dirrigent entwickelt eine digitale Lösung zur Erfassung, Auswertung und Verwaltung von Bewässerungsdaten in der Landwirtschaft. Über eine App und eine offene Datenplattform werden Wasser- und Stromverbrauch digital erfasst, analysiert und für Landwirte sowie Wasserverbände nutzbar gemacht. Ziel ist es, den Bewässerungseinsatz zu optimieren, Wasserressourcen effizienter zu nutzen und fundierte Entscheidungen auf Basis aktueller Verbrauchsdaten zu ermöglichen.
Projektlaufzeit: 01.10.2022 - 30.09.2027
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher
Projektmanagerin: M.Sc. Nathalie Kockemüller
Projektmitarbeiter: B. Sc. Domenik Jentsch
Praxispartner
- AGRAVIS Raiffeisen AG (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Vitrum GmbH (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Landwirtschaftskammer Niedersachsen (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) e.V. (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Norddeutsches Wasserzentrum e.V. (externer Link, öffnet neues Fenster)
Hintergrund und Projektfokus
Mit dem Projekt Dirrigent wird eine digitale Lösung entwickelt, die den effizienten und nachhaltigen Einsatz von Bewässerungswasser in der Landwirtschaft unterstützt. Durch den Klimawandel und zunehmende Trockenperioden gewinnt die Bewässerung insbesondere in den sandigen Regionen Nordostniedersachsens an Bedeutung, da die Böden Niederschläge nur begrenzt speichern können. Gleichzeitig steigt der Bedarf an einem modernen Wassermanagement, das aktuelle Daten für fundierte Entscheidungen bereitstellt.
In der landwirtschaftlichen Praxis werden Wasser- und Stromverbräuche bislang häufig manuell erfasst und erst nach Abschluss der Bewässerungssaison ausgewertet. Dadurch fehlen während der Saison aktuelle Informationen zur Nutzung von Wasserkontingenten und zur Optimierung der Bewässerungsplanung. Eine zentrale Fragestellung ist daher, wie Bewässerungsdaten einfach, fehlerarm und zeitnah erfasst sowie für betriebliche und wasserwirtschaftliche Entscheidungen nutzbar gemacht werden können.
Dirrigent entwickelt hierfür ein digitales Datenmanagement, das die Erfassung und Auswertung von Bewässerungsdaten vereinfacht. Über eine mobile Anwendung können beispielsweise Wasserzählerstände direkt vor Ort erfasst und automatisiert in eine Datenbank übertragen werden. Die Daten stehen dadurch unmittelbar für Auswertungen, Dokumentationen und Abrechnungsprozesse zur Verfügung. Dies verbessert die Transparenz, reduziert Fehler und schafft eine bessere Grundlage für die Planung der Wasserverteilung sowie den effizienten Umgang mit der Ressource Wasser.
Die Erprobung der Anwendung erfolgt gemeinsam mit Wasser- und Bodenverbänden sowie ausgewählten Landwirten. Von den insgesamt 32 Praxispartnern des Zukunftslabors Wasser (externer Link, öffnet neues Fenster) unterstützen die sechs im Projekt Dirrigent eingebundenen Partner die Entwicklung durch ihre praktische Erfahrung und tragen zur Sicherstellung der Praxistauglichkeit bei.
Potenziale für ein verbessertes Bewässerungsmanagement:
- Zeitersparnis und Fehlerminimierung bei der Erfassung von Beregnungsdaten
- Verbesserte Transparenz bei Dokumentation, Abrechnung und Beregnungsgemeinschaften
- Aktuelle Datengrundlage für strategische Entscheidungen und Trockenperiodenmanagement
- Frühzeitiges Erkennen von Auffälligkeiten in Verbindung mit Pumpen- und Leitungsdaten
- Effizientere Nutzung der Ressource Wasser und verbesserte Planung der Wasserverteilung
- Verbesserte Grundlage für Investitionsentscheidungen und zukünftige Wassermanagementstrategien
Ansprechpartner
-
Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher
Gebäude I, Raum I 08, Suderburg
Professor für
• Hydromechanik
• Angewandte Hydrologie
• Stauanlagen und Wasserkraftanlagen
• Flussgebietsmanagement
• Hochwasserrisikomanagement
• Modellierung in der Wasserwirtschaft
• Klimawandel und Umweltauswirkungen
Institutsleitung INBW
-
M. Sc. Nathalie Kockemüller
Gebäude I, Raum I 03, Suderburg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin INBW