Vom 30. August bis zum 7. September 2026 nahm Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher auf Einladung von Prof. Jorge Marx Gomez von der Universität Oldenburg an einer internationalen Summer School in Kigali, Ruanda, teil. Unter dem Titel „Waste and Water Education for Impact: From Curriculum to Careers“ kamen Studierende und Lehrende aus Ruanda, Ghana und Deutschland sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis zusammen, um sich über aktuelle Fragestellungen des Wasser- und Abfallmanagements auszutauschen.
Die Veranstaltung war Teil des Netzwerks NEWW – Network for Labour-Market Oriented Education in Waste and Water Management (externer Link, öffnet neues Fenster) und wurde von der University of Technology and Arts of Byumba (UTAB) ausgerichtet. Neben einer Career Fair mit Beiträgen aus Industrie und Praxis standen Fachvorträge, Diskussionen und der internationale Austausch zu Bildungs- und Berufsperspektiven im Bereich Wasser und Abfall auf dem Programm.
Im Mittelpunkt der Summer School standen unterschiedliche Ansätze und Herausforderungen im Umgang mit Wasser und Abfällen. Dabei wurde insbesondere deutlich, wie stark Lösungen von den jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen abhängen. Die Teilnehmenden diskutierten verschiedene technische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven und verglichen Vorgehensweisen in den beteiligten Ländern.
Prof. Dr.-Ing. Röttcher brachte dabei seine Expertise im Bereich Wasserwirtschaft ein. In seinem Vortrag „Research and innovative techniques in irrigation and water management in rural areas“ stellte er Forschungsansätze und innovative Techniken für die Bewässerung und das Wassermanagement in ländlichen Regionen vor. Dabei ging es auch um die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Entwicklungen an unterschiedliche lokale Bedingungen angepasst und für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser eingesetzt werden können.
„Der internationale Austausch zeigt sehr deutlich, dass Wasser- und Abfallfragen zwar überall von großer Bedeutung sind, die Herausforderungen und die verfügbaren Lösungsansätze aber sehr unterschiedlich sein können. Gerade dieser Perspektivwechsel ist für Forschung und Lehre besonders wertvoll“, sagt Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher.
Neben den Vorträgen und Diskussionen bot die Summer School auch Gelegenheit, konkrete Praxisbeispiele kennenzulernen. Auf dem Programm standen unter anderem die Besichtigung einer Abfallaufbereitungsanlage mit angeschlossener Mülldeponie sowie weitere Exkursionen. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Informationszentrums zum Völkermord von 1994 an den Tutsi und gemäßigten Hutu, bei dem mehr als 800.000 Menschen ums Leben kamen. Der Besuch bot den internationalen Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit einem zentralen Kapitel der jüngeren Geschichte Ruandas auseinanderzusetzen.
Die Summer School verband damit fachlichen Austausch, internationale Zusammenarbeit und Einblicke in die gesellschaftlichen und praktischen Rahmenbedingungen vor Ort. Für die beteiligten Hochschulen bot sie zugleich eine Plattform, um bestehende Kontakte zu vertiefen und den Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Praxispartnern aus Deutschland, Ghana und Ruanda weiter auszubauen.