Direkt zum Inhalt


Water AdWEntuRe – Demand

Adaptive Wassermanagementstrategie durch integrierte Ent- und Bewässerung in küstennahen Regionen - Demand

Das Projekt „Water AdWEntuRe“ entwickelt ein klimaangepasstes Be- und Entwässerungsmanagement für die küstennahen Regionen Kehdingen und Altes Land (beide im Landkreis Stade). Die Ostfalia untersucht in ihrem Teilprojekt „Water AdWEntuRe - Demand" den Wasserbedarf für Bewässerung und Frostschutzberegnung im Obstbau und entwickelt Konzepte zur Wasserspeicherung und bedarfsgerechten Versorgung. 

Gemeinsam mit der TU Braunschweig und der Leuphana Universität Lüneburg soll so die Wassernutzung optimiert und die Versorgungssicherheit der Obstplantagen auch in Trockenperioden gestärkt werden.

Apfelplantagen im Alten Land bei Hamburg – Luftaufnahme. Foto: 4kclips/Adobe Stock
Apfelplantagen im Alten Land bei Hamburg – Luftaufnahme. Foto: 4kclips/Adobe Stock

Projektlaufzeit: 01.10.2026 – 31.03.2029

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher

Finanziell gefördert durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 

Verbundprojekt von Leuphana Universität Lüneburg (Projektlead), TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule.

Logo Fördermittelgeber

Hintergrund und Projektfokus

Das Projekt „Water AdWEntuRe“ beschäftigt sich mit der Entwicklung eines adaptiven Be- und Entwässerungsmanagements für küstennahe Gebiete Niedersachsens am Beispiel der Regionen Kehdingen und Altes Land. Kehdingens Landschaft ist geprägt von weiten grünen Marschwiesen, Hochmooren und dichten Vogelschutzgebieten. Das Alte Land hingegen ist Nordeuropas größtes zusammenhängendes Obstanbaugebiet mit über 10.000 Hektar Fläche (hauptsächlich Äpfel und Kirschen). 

Der Klimawandel führt zu längeren Trockenperioden und veränderten Niederschlagsverhältnissen, während gleichzeitig der Wasserbedarf für die Bewässerung und Frostschutzberegnung im Obstbau steigt. Ziel des Projekts ist es, Wasserressourcen effizienter zu nutzen, Niederschlagswasser länger in der Landschaft zu halten und die landwirtschaftliche Wasserversorgung auch unter veränderten klimatischen Bedingungen sicherzustellen. Dazu werden die Wasserverfügbarkeit, der Bewässerungsbedarf und die Möglichkeiten zur Wasserspeicherung gemeinsam betrachtet.

Die Ostfalia Hochschule untersucht in ihrem Teilprojekt insbesondere den Wasserbedarf für die Bewässerung und Frostschutzberegnung im Obstbau. Auf Grundlage von Messdaten und Untersuchungen der bestehenden Bewässerungsinfrastruktur entwickelt sie Konzepte zur bedarfsgerechten Wasserversorgung und Speicherung. Dabei werden unter anderem eingestaute Gräben, bestehende Gewässer und künstliche Speicherbecken als mögliche Wasserreservoirs betrachtet. Die TU Braunschweig erfasst und verknüpft hydrologische, meteorologische und energetische Daten und modelliert die Wasserverfügbarkeit sowie die Entwässerungsprozesse im Untersuchungsgebiet. Die Leuphana Universität Lüneburg entwickelt darauf aufbauend ein Steuerungssystem, das Wasserbedarf, Wasserverfügbarkeit, Pumpenbetrieb, Gezeiten und Strompreise berücksichtigt, um den Wasser- und Energieeinsatz zu optimieren.

Durch die Zusammenarbeit der drei Hochschulen soll ein flexibles und vorausschauendes Wassermanagement entstehen, das die landwirtschaftliche Bewässerung mit den Anforderungen der Entwässerung verbindet. Dadurch können Wasserressourcen geschont, der Energieverbrauch und die damit verbundenen CO₂-Emissionen reduziert sowie die Versorgungssicherheit des Obstbaus in der Region langfristig gestärkt werden.

Ansprechpartner

M.Sc. Felix Schmidt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter INBW, Fakultät Bau-Wasser-Boden

Gebäude I, Raum I 03, Suderburg

M.Sc. Felix Schmidt