Selbstlernendes Transportsystem (Projekt "SeLeTraSys")
I4.0-Anwendungen:
Automatisierte Produktionslogistik, Maschine-zu-Maschine (M2M)-Kommunikation
I4.0-Technologien:
Künstliche Intelligenz, Umfelderkennung, Vernetzte Sensoren, Feature Map
Funktionsbeschreibung:
Ein Zentralrechner (Leitstelle) nimmt Umfeldwahrnehmungs-Daten wie Hinderniserkennung/Objektklassifizierung, den Standort (Kamera-/Lidar-Daten) sowie Odometrie und taktische Informationen wie Ladezustand der Transportfahrzeuge entgegen. Der Rechner erzeugt eine digitale Karte (Feature Map) der Lager-/Produktionsumgebung und liefert diese an die Transportfahrzeuge zurück, die eigentätig die Route zu ihrem Zielpunkt berechnen. In die Feature Map können Points of Interest (PoI) wie Ladebuchten, fixe Verladepunkte (Logistikknoten, Paketübergabepunkte) eingetragen werden.
Mögliche Problemlösung/Prozessoptimierung:
Das vorliegende Transportsystem arbeitet unabhängig von bestehender Infrastruktur und kann Hindernisse in Echtzeit markieren und umgehen. Bis auf Ladezyklen und Wartungstermine sind keine Betriebsunterbrechungen erforderlich. Mit dem selbstlernenden Transportsystem kann Personal unterstützt werden, bzw. kann sich dieses parallel komplexeren Aufgaben widmen. Die Logistikprozesse in Produktion und Lager werden beschleunigt. Zudem kann die körperliche Belastung Beschäftigter reduziert werden.
Technischer Aufbau:
Zentralrechner: konventionell oder Virtuelle Maschine (VM) mit UNIX-basiertem Betriebssystem; Steuerrechner Transportfahrzeug: Industrie-PC „Advantech MIC-7700“; Umfeld-/Fahrzeugsensorik: Lidar, industrielle Graustufen-Kamera, Infrarot-Sensoren (optional)/Lenkwinkel- und Geschwindigkeits-Sensoren. Drahtlose Kommunikation per WLAN.
Erfahren Sie mehr:
Professor Dr.-Ing. Harald Bachem
Gebäude F, Raum 225, Wolfsburg
Professur für aktive und passive Fahrzeugsicherheit, Fakultät Fahrzeugtechnik