#wir.verändern - gemeinsam leben, studieren und arbeiten ohne Sexismus
Alle Angebote unserer Veranstaltungsreihe am 9. und 10. Oktober 2026 im Überblick.
Gemeinsam leben, studieren und arbeiten – ohne Sexismus. Ein Traum, der Wirklichkeit werden soll.
An der Ostfalia verfolgen wir dieses Ziel, weil wir für Chancengerechtigkeit, ein demokratisches Grundverständnis und den respektvollen, toleranten Umgang miteinander eintreten. Trotzdem erleben Frauen* Sexismus noch immer im Alltag – im Studium, im Beruf und im Privatleben. Sei es durch patriarchale Strukturen, abwertende Kommentare, Benachteiligung oder Belästigung.
Euch erwarten zwei Tage voller augenöffnender Vorträge, interaktiver Workshops und wertvoller Gespräche.
Realisiert von dem Zentrum für erfolgreiches Lehren und Lernen (ZeLL) und dem Gleichstellungsbüro Ostfalia, dem feministischen Kollektiv valente* und dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies (BZG).
Die Angebote am Freitag, 9. Oktober 2026
Marie Ritter: “Beyond Networking - Allyship in Action”
Prof. Dr. Denise Sommer und Svenja Marquardt: “Wie sexisistisch ist meine Lieblingsserie?”
Marie Ritter: “Netzwerken für FINTA* - Kontakte knüpfen, Chancen nutzen”
Nils Pickert: “Alternative Männlichkeit”
Yasmina Reimann/sichtbar e. V.: "Sexualisierte Gewalt in Ausbildung und Beruf”
Partizipatives Dialogformat: “Mehr als eine ‘Single Story’ - Feminismen im Dialog”
Sober Silent Disco für FINTA*
Scrolle weiter für Detailinfos zu den Referent*innen und den Angeboten.
Marie Ritter
Workshop: “Beyond Networking - Allyship in Action”
Freitag, 09.10. | 10:00 - 12:00 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 2 | Teilnahmezahl: 20 Personen
Ja, das lässt sich üben: Allyship ganz praktisch.
Netzwerke prägen, wer Zugang zu Informationen, Sichtbarkeit und neuen Möglichkeiten erhält. Doch wie können wir dazu beitragen, dass Netzwerke offener, fairer und unterstützender werden? In diesem interaktiven Workshop steht Allyship im Mittelpunkt.
Gemeinsam reflektieren wir typische Dynamiken in Netzwerksituationen und entwickeln konkrete Strategien, um andere aktiv einzubeziehen, Gespräche zu öffnen, Sichtbarkeit zu schaffen und unterstützend einzugreifen, wenn Personen ausgeschlossen oder übergangen werden. Anhand praxisnaher Übungen erproben wir, wie Allyship im beruflichen und universitären Alltag gelebt werden kann – unabhängig von der eigenen Position.
Der Workshop richtet sich an Studierende, Absolvent*innen und alle Interessierten, die zu einer offenen, vielfältigen und unterstützenden Netzwerk- und Kooperationskultur beitragen möchten.
Prof. Dr. Denise Sommer und Svenja Marquardt:
“Wie sexisistisch ist meine Lieblingsserie?” Eine multiperspektivische Selbsterfahrung
Freitag, 09.10. | 11:00 - 17:00 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 4
Ohne Anmeldung - komm vorbei und lass dich überraschen!
Hättest du das gedacht? Dein Medienkonsum aus einer anderen Perspektive.
Hast du dich auch schon mal gefragt, wie sexistisch die Medieninhalte sind, die du täglich konsumierst? Eine Untersuchung hat gezeigt, dass es in deutschen Filmen nur wenige Frauenfiguren über 30 Jahren gibt. Und hast du dich schon mal gefragt, wie häufig Frauen sich in Serien über Themen unterhalten, die nichts mit Männern zu tun haben?
Gemeinsam gehen wir auf die Suche nach den vielfältigen Facetten des Sexismus in verschiedensten Medienformaten. Die multiperspektivische Selbsterfahrung wird dabei von medien- und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen bereichert.
Marie Ritter
Workshop: “Netzwerken für FINTA* - Kontakte knüpfen, Chancen nutzen”
Freitag, 09.10. | 12:30 - 14:30 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 2 | Teilnahmezahl: 20 Personen | exklusiv für FINTA*
Schluss mit gläsernen Decken und verschlossenen Türen!
Netzwerken kann Türen öffnen – im Studium, beim Berufseinstieg und darüber hinaus. Doch wie baut man ein Netzwerk auf, das zu den eigenen Zielen und Werten passt?
In diesem interaktiven Workshop lernst du, wie authentisches Netzwerken gelingt. Gemeinsam reflektieren wir bestehende Kontakte, entwickeln Strategien für den Netzwerkaufbau und üben, Gespräche im Hochschul- und Berufskontext souverän zu führen.
Der Workshop richtet sich an FINTA*-Studierende und -Absolvent*innen, die ihr berufliches Netzwerk gezielt erweitern und sich mit anderen vernetzen möchten.
Nils Pickert
Vortrag und Diskussion:
“Alternative Männlichkeit”
Freitag, 09.10. | 12:30 - 14:00 Uhr | hybrid | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 1
Für seinen Sohn hat er einen Rock getragen. Nils Pickert live!
1979 in Ostberlin geboren, ist freier Journalist, Autor und engagierter Feminist. Er studierte Literatur und Politik und schreibt unter anderem für renommierte Medien wie DIE ZEIT, die taz, den Schweizer Tagesanzeiger sowie den österreichischen Standard, wo er eine monatliche feministische Kolumne veröffentlicht. Bekannt wurde er international durch seinen mutigen Schritt, aus Solidarität zu seinem fünfjährigen Sohn einen Rock zu tragen – ein sichtbares Zeichen gegen Geschlechterklischees und für mehr Akzeptanz. Seit 2013 setzt er sich aktiv im Verein Pinkstinks gegen Sexismus und Homophobie ein.
Mit seinen Büchern, darunter der Bestseller „Prinzessinnenjungs“, thematisiert er geschlechtergerechte Erziehung und fordert eine neue Sicht auf Männlichkeit und Partnerschaft. Aktuell widmet sich Nils Pickert mit seinem Buch „Lebenskompliz*innen – Liebe auf Augenhöhe“ modernen Beziehungskonzepten jenseits romantischer Klischees. Er lebt mit seiner Partnerin und ihren vier gemeinsamen Kindern in Münster. Sein journalistisches und persönliches Engagement verfolgt das Ziel, Gleichberechtigung in Familie und Gesellschaft zu fördern und das Verständnis von Liebe, Identität und Geschlechterrollen neu zu definieren. Im Herbst 2026 erscheint sein neues Buch “Wenn Eltern flügge werden".
sichtbar e.V.
Yasmina Reimann
Workshop:
“Sexualisierte Gewalt in Ausbildung und Beruf”
Freitag, 09.10. | 14:00 - 17:30 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 3 | Teilnahmezahl: 20 Personen
Jede fünfte Person erlebt sie. Trotzdem redet kaum jemand darüber.
Studien belegen, dass mindestens jede*r fünfte Angestellte bereits sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz erlebt hat – diese Form der Gewalt stellt eine besondere Form der Diskriminierung im Kontext der Arbeit dar. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt Beschäftigte vor jeder Form der sexualisierten Belästigung am Arbeitsplatz und verpflichtet Arbeitgebende dazu, für ein sicheres Arbeitsumfeld frei von Belästigungen zu sorgen.
Der Workshop vermittelt fundiertes Wissen zu Formen, Folgen und Einschätzungen sexualisierter Belästigung am Arbeitsplatz. Die Teilnehmenden werden über die Rechte und Pflichten, die sich aus dem AGG ergeben, informiert: Bewusstsein und Sensibilisierung zu verschiedenen Erscheinungsformen von sexueller Belästigung, Erläuterung rechtlicher Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten im Umgang mit sexueller Belästigung, Aufzeigen von institutionellen und persönlichen Handlungsmöglichkeiten und -pflichten.
Partizipatives Dialogformat:
“Mehr als eine ‘Single Story’ - Feminismen im Dialog”
Freitag, 09.10. | 17:00 - 18:30 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 2
Wie ist Feminismus ein Thema für dich geworden? Teile deine Geschichte.
Manche denken bei Feminismus an politische Forderungen, andere an gelebte Werte. Dabei ist Feminismus so vielfältig wie die Menschen, die ihn verfechten. Es gibt nicht die ‘Single Story’ des Feminismus – denn wie Chimamanda Ngozi Adichie in ihrem TED-Talk (2009) betont: „Die Einzelerzählung schafft Stereotype, und das Problem mit Stereotypen besteht nicht darin, dass sie unwahr sind, sondern dass sie unvollständig sind." Stattdessen gibt es vielfältige Geschichten, die zeigen, wie die Zuordnung zu einem Geschlecht beeinflusst, wie Menschen leben und handeln.
Wir wollen in diesem partizipativen Dialog-Format viele ‘Single Stories’ zum Feminismus teilen und erweitern, indem wir der Frage nachgehen: „Wie ist Feminismus ein Thema für mich geworden und was hat das mit Sexismus zu tun?“ Egal, ob Du schon viel dazu gehört hast oder zum ersten Mal darüber nachdenkst – dieses Format passt sich deinem Wissen an. Wir laden Euch ein, eigene Erfahrungen zu teilen, zuzuhören und Verbindungen zu entdecken.
Geladene Gäste eröffnen den Austausch und dann seid ihr gefragt! In kleinen Gruppen tauscht ihr euch aus, bevor wir im Plenum Überraschendes, Gemeinsames und Verbindendes sichtbar machen.
Sober Silent Disco für FINTA*
Freitag, 09.10. | 19:00 - 22:00 Uhr | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Foyer | exklusiv für FINTA*
Ohne Anmeldung - vorbeikommen und mittanzen! (Es stehen 90 Kopfhörer zur Verfügung, die zeitgleich genutzt werden können.)
Kopfhörer auf, Welt aus.
90 Over-Ear-Kopfhörer. Tanzbare Musik auf drei verschiedenen Kanälen. Sober und exklusiv für FINTA*s.
Unsere Silent Disco bietet für drei Stunden einen geschützten Raum zum Tanzen, Feiern und Vernetzen. Du bestimmst, was du hörst, wie laut du hörst, mit wem du tanzt und wann es Zeit für eine Pause ist.
Alkoholfreie Getränke können vor Ort kostenpflichtig erworben werden. Bitte bringt keine eigenen alkoholischen Getränke mit.
Die Angebote am Samstag, 10. Oktober 2026
- Yasmina Reimann: “Konsens - und wie!”
Tinka Greve/vielgestaltig 2.0: "“Stark gegen Sexismus!”
Birte Opitz: “Empowerment und Selbstbehauptung für den Alltag”
Fikri Anıl Altıntaş: “Männlichkeit, Verbündetenschaft und Geschlechtergerechtigkeit”
Prof. Dr. Denise Sommer und Svenja Marquardt: “Wie sexistisch ist meine Lieblingsserie?”
Sonja Wartjen: “Form und Farbe - Empowerment mit Kunst als Sprache”
Dr. Franziska Saxler: “Was passiert, wenn der eigene Weg ganz anders verläuft als geplant?”
Filmvorführung und Austausch: “The Case You”
Feministisches Coaching mit Julia Weiß
Scrolle weiter für weitere Details zu den Referent*innen.
Yasmina Reimann
“Konsens - und wie!”
Workshop zu (sexuellem) Konsens
Samstag, 10.10. | 10:00 - 14:00 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 3 | Teilnahmezahl: 20 Personen
Ja heißt Ja. Aber was heißt eigentlich Konsens?
Worüber wollen wir und worüber müssen wir eigentlich reden? Im Workshops definieren wir (sexuellen) Konsens, sprechen darüber, wie wir eigene Grenzen und Bedürfnisse kommunizieren und tauschen Ideen dazu aus, wie wir mehr Konsens in Beziehungen und Sexualität herstellen können.
Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt, ist interaktiv gestaltet und nutzt verschiedene Methoden, um eine Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen.
Ziel des Workshops ist es, ein grundlegendes Verständnis von Konsens zu vermitteln und den Teilnehmenden Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen, wie Konsens hergestellt werden kann. Dabei wird sich aktiv mit den eigenen und den Grenzen anderer auseinandergesetzt. Durch verschiedene Übungen mit Alltagsbezug erhalten die Teilnehmenden Impulse für ihren Alltag, ihr Studium und ihre Sexualität.
vielgestaltig*2.0
Tinka Greve
Empowerment-Workshop für FINTA*:
“Stark gegen Sexismus!”
Samstag, 10.10. | 10:00 - 17:00 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 2 | Teilnahmezahl: 15 Personen | exklusiv für FINTA*
Falls du nicht sicher bist, ob du teilnehmen kannst/möchtest, melde dich gerne im Vorfeld bei: tinka.greve[at]vnb.de
Die eigene Handlungsfähigkeit stärken? Hier findest du Antworten.
Wie kann ich im Alltag feministisch handeln, ohne dabei meine eigenen Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren? Wie kann ich mich gut gegen Sexismus aufstellen? Und wo finde ich Verbündete?
In diesem Workshop wollen wir uns einerseits damit beschäftigen, was Sexismus eigentlich ist, wo er herkommt und was wir dagegen tun können. Andererseits gehen wir der Frage nach, was für uns feministisch Handeln bedeutet und wie wir dies in unseren Alltag integrieren können. Wir erforschen, was uns stärkt und was uns gut tut, wenn wir uns vom Patriarchat überfordert fühlen. Dabei nehmen wir nicht nur patriarchale Machtverhältnisse, sondern ebenso die Verstrickung von Sexismus mit weiteren Diskriminierungsformen in den Blick.
Neben einem theoretischen Input und der Arbeit mit biografischen Methoden bietet der Workshop viel Raum zum Austausch. Er baut auf die Arbeit von Sara Ahmed auf und integriert körperbasierte und theaterpädagogische Methoden.
Birte Opitz
Workshop:
“Empowerment und Selbstbehauptung für den Alltag”
Samstag, 10.10. | 10:00 - 18:00 Uhr | In Präsenz | Am Exer 3 b - Bewegungsraum (1. OG / nicht barrierefrei) | Teilnahmezahl: 18 Personen | exklusiv für FINTA*
Benötigt werden: Bequeme Kleidung, Turnschuhe und ein paar dicke Socken, ausreichend zu Trinken, wenn möglich eigene Yogamatte oder Decke.
Tanz, Körperarbeit, Stimme. So spürst du deine Grenzen.
Für viele FINTA*s ist sexualisierte Diskriminierung und Gewalt keine Ausnahmeerscheinung, sondern Alltagsrealität. Am Arbeitsplatz zeigen sie sich oft auch subtil, in Blicken, in Redeanteilen, wer viel Raum einnimmt und bekommt.
Der Workshop möchte die Teilnehmer*innen stärken und ermächtigen, indem Vertrauen in den eigenen Körper, die eigene Stimme und die eigenen Grenzen geschaffen wird. Es werden Übungen und Methoden aus der Körper-, Tanz- und Stimmarbeit mit Techniken aus der feministischen Selbstbehauptung und Selbstverteidigung verbunden. Es wird nicht nur laut und kraftvoll werden, sondern auch verletzlich, achtsam und spielerisch. Wir werden tanzen, schreien, summen, kicken, schlagen, uns schütteln und spüren. Ruhige oder getanzte Wahrnehmungsübungen bilden ebenso Grundlagen des Workshops wie unsere Kraft beim Boxen zu spüren und unsere Stimmen laut einzusetzen. Es soll sowohl Zeit zur Reflexion von persönlichen und professionellen Grenzen geben als auch Zeit sich auszutauschen, Handlungsstrategien zu sammeln und sich zu vernetzen.
Es sind ausdrücklich alle Körper willkommen, egal mit welchen körperlichen Voraussetzungen.
Es sind keine Vorkenntnisse nötig.
Benötigt werden: Bequeme Kleidung, Turnschuhe und ein paar dicke Socken, ausreichend zu Trinken, wenn möglich eigene Yogamatte oder Decke.
Trailer Embodied Self-Assertion: https://vimeo.com/1174100165?share=copy&fl=sv&fe=ci (externer Link, öffnet neues Fenster)
Instagram: https://www.instagram.com/reel/DXNA8ErjcUy/ (externer Link, öffnet neues Fenster)
Fikri Anıl Altıntaş
Vortrag und Diskussion:
“Männlichkeit, Verbündetenschaft und Geschlechtergerechtigkeit”
Samstag, 10.10. | 12:30 - 14:00 Uhr | hybrid | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 1
Reflexion statt Verteidigung. So denkt Fikri Anıl Altıntaş Männlichkeit neu.
Sind Männer Teil des Problems oder Teil der Lösung? Im Vortrag werfen wir einen kritischen Blick auf die aktuellen Debatten rund um Männlichkeit. Welche Veränderungen sind nötig, damit Männer aktiv zur Gleichstellung beitragen können?
Wir diskutieren die Auswirkungen tradierter Rollenbilder und das Konzept der „toxischen Männlichkeit“, sexistische Denkmuster– und klären, warum Gleichstellung gerade in Zeiten eines antifeministischen Backlashs so essenziell ist - und wie Männer nachhaltig davon profitieren können.
Prof. Dr. Denise Sommer und Svenja Marquardt
Multiperspektivische Selbsterfahrung:
“Wie sexistisch ist meine Lieblingsserie?”
Samstag, 10.10. | 11:00 - 17:00 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 4
Ohne Anmeldung - vorbeikommen und sich überraschen lassen!
Hättest du das gedacht? Dein Medienkonsum aus einer anderen Perspektive.
Hast du dich auch schon mal gefragt, wie sexistisch die Medieninhalte sind, die du täglich konsumierst? Eine Untersuchung hat gezeigt, dass es in deutschen Filmen nur wenige Frauenfiguren über 30 Jahren gibt. Und hast du dich schon mal gefragt, wie häufig Frauen sich in Serien über Themen unterhalten, die nichts mit Männern zu tun haben?
Gemeinsam gehen wir auf die Suche nach den vielfältigen Facetten des Sexismus in verschiedensten Medienformaten. Die multiperspektivische Selbsterfahrung wird dabei von medien- und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen bereichert.
Sonja Wartjen
Workshop:
“Form und Farbe - Empowerment mit Kunst als Sprache”
Samstag, 10.10. | 14:30 - 18:30 Uhr | In Präsenz | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 3 | Teilnahmezahl: 18 Personen
Selbstvertrauen und Authentizität durch Kreativität? Probiere es aus.
Manchmal hilft ein neuer Blick, um die eigenen Stärken zu erkennen. Mit Farbe, Form und verschiedenen Materialien kannst du deine Ressourcen auf kreative Weise entdecken, neue Perspektiven entwickeln und mehr Klarheit für deinen eigenen Weg gewinnen. So stärkst du dein Selbstvertrauen und deine Fähigkeit, im Studium und Berufsleben authentisch und selbstbewusst aufzutreten.
Dr. Franziska Saxler
Lesung, Vortrag und Diskussion:
“Was passiert, wenn der eigene Weg ganz anders verläuft als geplant?”
Samstag, 10.10. | 14:30 - 16:00 Uhr | Online (mit Live-Übertragung Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 1)
Er hat dich noch nicht mal angefasst…
Dr. Franziska Saxler ist Psychologin, Autorin, Podcasterin und Psychotherapeutin in Ausbildung. In ihrem Buch “Er hat dich noch nicht mal angefasst” verbindet sie persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über Macht, Grenzverletzungen und psychischer Gesundheit.
In dieser besonderen Lesung spricht sie nicht nur über ihr Buch, sondern auch über ihren eigenen beruflichen Werdegang. Einen Weg, der anders verlief als geplant. Sie erzählt von persönlichen Krisen, Rückschlägen und der Frage, wie aus schwierigen Erfahrungen neue Perspektiven entstehen können. Dabei zeigt sie, dass Karriere selten einem festen Plan folgt und dass Umwege oft ebenso prägend sind wie Erfolge.
Die Veranstaltung verbindet ausgewählte Lesepassagen mit einem moderierten Gespräch über den Übergang vom Studium in den Beruf. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Was tun, wenn der ursprüngliche Karriereplan nicht aufgeht? Wie geht man mit Unsicherheit um? Und wie kann aus persönlicher Betroffenheit gesellschaftliches Engagement entstehen?
Im Anschluss ist das Publikum herzlich eingeladen, eigene Fragen zu stellen und mit der Autorin ins Gespräch zu kommen.
Filmvorführung und Austausch:
“The Case You”
Samstag, 10.10. | 18:30 - 20:30 Uhr | hybrid | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 1
Triggerwarnung:
Im folgenden Filmtrailer werden Erfahrungen mit Sexismus und sexualisierter Belästigung beschrieben. Die Darstellung von Diskriminierung kann verletzend oder belastend wirken. Bitte achte auf deine Grenzen.
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Fünf Frauen, eine Geschichte.
Gewinner des Deutschen Dokumentarfilmpreises in der Kategorie Kultur. Ein Casting. Viele Übergriffe. Fünf Schauspielerinnen, die sich dagegen wehren. Regisseurin Alison Kuhn gibt diesen Frauen und sich selbst eine Stimme.
Was bedeutet solch ein Vorfall für die Betroffenen? Fünf junge Frauen erzählen ihre Geschichte. Sie alle haben vor mehreren Jahren an demselben Casting teilgenommen und wurden mit systematischen Übergriffen, zum Teil sexueller und gewaltsamer Natur, konfrontiert. Gemeinsam erarbeiten sie, was damals geschah und teilen mutig ihre Gedanken und Emotionen.
Durch die aktuelle „MeToo-Bewegung“, die 2017 ins Rollen gebracht wurde, ist der sexuelle Missbrauch in der Filmbranche – aber auch außerhalb – ein brandaktuelles Thema. THE CASE YOU – EIN FALL VON VIELEN gibt Einblicke über den Ablauf solcher Taten und was es für das Leben und die Arbeit der Betroffenen bedeutet. Entstanden ist ein hochaktueller Film über #MeToo und die Missbrauchskultur in der Film- und darstellenden Kunstbranche, ein Film für alle, die sich für Themen rund um den Machtmissbrauch in institutionellen Strukturen sowie für die Fragestellung nach den Grenzen der Kunst interessieren. Wie weit darf Kunst gehen? Wie kann verhindert werden, dass diese Grenzen überschritten werden?
Rahmenprogramm an beiden Tagen
- Julia Weiß: Feministisches Coaching
Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“
valente* lädt ein
Awareness-Team
Scrolle weiter für Detailinformationen zu den Angeboten.
Julia Weiß
Feministisches Coaching
Freitag, 09.10., 10:30 - 11:30 Uhr / 14:30 - 15:30 Uhr | Samstag, 10.10., 10:30 - 11:30 Uhr / 12:30 - 13:30 Uhr | Am Exer 3 c - Raum 002 (Gleichstellungsbüro) | In Präsenz | exklusiv für FINTA*
Bei Bedarf kann das Coaching an den genannten Tagen auch online und/oder zu einer anderen Uhrzeit stattfinden.
Wenn das Patriarchatsimplantat wieder sendet…
Viele Glaubenssätze, Selbstzweifel oder Rollenerwartungen fühlen sich an, als wären sie unsere eigenen. Jedoch sind wir alle in einer Gesellschaft aufgewachsen, die bestimmte Vorstellungen darüber vermittelt, wie Frauen, Männer und andere Geschlechter „sein sollten“. Diese unbewussten Botschaften wirken oft weiter – auch dann, wenn wir sie längst kritisch hinterfragen.
Im feministischen Coaching betrachten wir Herausforderungen nicht ausschließlich als individuelles Problem. Gemeinsam nehmen wir auch gesellschaftliche Prägungen in den Blick – etwa Geschlechterrollen, gesellschaftliche Normen, Erwartungen und Machtverhältnisse, die unser Denken und Handeln oft unbemerkt beeinflussen. Ziel ist es, diese Muster zu erkennen, sie von den eigenen Bedürfnissen und Werten zu unterscheiden und einen selbstbestimmten Umgang damit zu entwickeln.
Das Coaching bietet Raum für alle Themen, die sich im Rahmen einer Sitzung sinnvoll bearbeiten lassen – zum Beispiel Unsicherheiten in Studium oder Beruf, herausfordernde Gespräche, Konflikte, Entscheidungsfragen, Selbstzweifel oder den Umgang mit Diskriminierungs- und Grenzerfahrungen.
Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“
Freitag, 09.10.| Samstag, 10.10. | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Foyer
Ohne Anmeldung - vorbeikommen und sich informieren lassen!
Sexismus betrifft uns alle – und doch wird nur ungern darüber gesprochen.
Mit der Ausstellung “Gemeinsam gegen Sexismus” unterstützt das Bündnis “Gemeinsam gegen Sexismus” dabei, das Thema Sexismus und sexuelle Belästigung zu enttabuisieren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Durch ansprechend gestaltete und verständliche Informationen, Zahlen, Daten und Fakten zu Sexismus, seinen Erscheinungsformen und Auswirkungen wird das Thema in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Durch Tipps und Hinweise, wie Sexismus im Alltag entgegengewirkt werden kann, lernen Besucher*innen, dass die Bekämpfung von Sexismus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.
Feministisches Kollektiv valente*
valente* lädt ein
Freitag, 09.10.| Samstag, 10.10. | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Foyer
Ohne Anmeldung - vorbeikommen, diskutieren und sich inspirieren lassen!
Erst anschauen, dann mitreden.
Das feministische Kollektiv valente* organisiert Ausstellungen, Vorträge und Workshops rund um Queer-Feminismus und bringt mit diesem Format seine Themen direkt zum Anfassen auf die Veranstaltung.
Mit einer eigenen Sitzecke lädt valente* dazu ein, sich anhand der Ausstellung "Gemeinsam gegen Sexismus" mit diesem Themenfeld auseinanderzusetzen. In der Gesprächsecke wird lebhaft diskutiert - über die Inhalte der insgesamt 12 Plakate und darüber hinaus. An einer Statement-Wand machen wir sichtbar, was euch bewegt und welche Gedanken ihr zum Thema habt.
Beate Busch und Anja Freiwald
Awareness-Team
Freitag, 09.10. | Samstag, 10.10. | Am Exer 11 (Hörsaalzentrum) - Seminarraum 5
Ohne Anmeldung - vorbeikommen und sich vertraulich beraten lassen!
Ansprechbar bei allem, was euch zu viel wird.
Unsere Lerncoachinnen Beate Busch und Anja Freiwald sind für euch ansprechbar bei Vorfällen von sexualisierter Belästigung, Grenzüberschreitungen und Diskriminierung, allgemein bei Situationen, die ihr als unangenehm empfunden habt, oder wenn euch die Inhalte der Veranstaltung zu sehr aufwühlen. Auch wenn ihr einfach nur reden wollt, könnt ihr euch jederzeit melden.
Das Awareness-Team steht euch während der gesamten Veranstaltung vor Ort zur Verfügung. Alle Gespräche bleiben vertraulich.