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Grenzen überwinden, Hoffnung pflanzen: Eine Ethik der ökologischen Verantwortung

Aktuelles , , Fakultät Recht
Screenshot einer BigBlueButton-Veranstaltung: Thomas Nass ist oberhalb einer Präsentationsfolie zu sehen. Auf der Folie sind verschiedene Baumpflanzaktionen aus den Jahren 2023 - 2025 dargestellt.

Am 12. Juni 2025 wurden die am DAAD-SDG-Partnerschaftsprojekt “Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung – Indien, Nepal und Deutschland” teilnehmenden Studierenden zu einer äußerst inspirierenden virtuellen Veranstaltung eingeladen. Diese wurde von Thomas Nass, einem fortgeschrittenen Studenten der Brunswick European Law School (BELS) an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, geleitet. Thomas Nass, der im vorangegangenen Semester im Rahmen des DAAD-SDG-Austauschprogramms an der Symbiosis Law School in Pune, Indien, studiert hatte, berichtete von seinem persönlichen Weg als Initiator einer der wirkungsvollsten studentischen Umweltinitiativen der Region. Diese gilt mittlerweile als beispielhaft für bürgerschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit an der Ostfalia.

Er erläuterte, wie aus einer anfänglichen Diskussion im Seminar über den europäischen Green Deel eine langfristige, gemeinschaftsbasierte Initiative entstand, in deren Rahmen bereits Tausende Bäume in der Region Elm gepflanzt wurden. Dank sorgfältiger Planung, der Zusammenarbeit mit den örtlichen Forstbehörden und des ehrenamtlichen Engagements von Studierenden konnte die Initiative inzwischen drei erfolgreiche Pflanzaktionen durchführen. Jede dieser Aktionen trug nicht nur zur Verbesserung des ökologischen Gleichgewichts in der Region bei, sondern verdeutlichte auch die Kraft lokalen Engagements für den Schutz und die verantwortungsvolle Bewahrung der Umwelt.

Besonders wertvoll war für die Teilnehmenden die Verbindung von Theorie und Praxis. Die Studierenden aus Indien und Nepal schätzten es, konkret zu erfahren, wie sich Umweltengagement sinnvoll in den akademischen Alltag integrieren lässt. Sie reflektierten über die Bedeutung langfristiger Planung, die Rolle der Gemeinschaft bei der Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen und darüber, wie Rückschläge als Ausgangspunkt für eine noch größere Wirkung dienen können. Viele äußerten ihre erneuerte Motivation, ähnliche Initiativen in ihren eigenen Regionen ins Leben zu rufen. Dabei wurde ihnen deutlich, wie aus einer einzigen Idee, die mit Zielstrebigkeit und Engagement verfolgt wird, ein bleibendes Vermächtnis entstehen kann.

Thomas Nass berichtete außerdem von seinem bereichernden Auslandssemester an der Symbiosis Law School in Pune im Rahmen des DAAD-SDG-Austauschprogramms. Dort beteiligte er sich aktiv gemeinsam mit Studierenden aus Indien und Nepal an Aktionen zur Förderung des Umweltbewusstseins und an Baumpflanzungen. In diesem lebendigen interkulturellen Umfeld gewann er unmittelbare Einblicke in gemeinschaftsbasierte Nachhaltigkeitsinitiativen im urbanen Indien – von biodiversitätsfördernder Gartengestaltung bis hin zu den rechtlichen Aspekten des ökologischen Schutzes. Diese Erfahrungen, so betonte er, vertieften sein Verständnis für die ökologischen Herausforderungen des Globalen Südens und inspirierten ihn dazu, verschiedene Ansätze – darunter die inklusive Mobilisierung freiwilliger Helferinnen und Helfer sowie lokal angepasste Sensibilisierungskampagnen – in sein eigenes Projekt in Deutschland zu integrieren. Er beschrieb seine Zeit in Indien als “aufschlussreich, von Zusammenarbeit geprägt und transformativ”. Sie habe den Grundstein für eine globale Perspektive auf Nachhaltigkeit gelegt.

Die Teilnehmenden beendeten die Veranstaltung mit neuen Impulsen und Anregungen. Ihre Gedanken kreisten nicht nur um die fachlichen und ökologischen Aspekte des Projekts, sondern auch um dessen tiefere Botschaft: Langfristige Nachhaltigkeit beginnt mit kleinen, beharrlichen Gesten der Fürsorge für unsere gemeinsame Welt.

Die Ostfalia wird im Rahmen des Projekts gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und den Deutschen Akademischen Austauschdienst.