Mit großer Freude und einer beachtlichen Resonanz startete die Fakultät Soziale Arbeit der Ostfalia am vergangenen Dienstag in das neue Sommersemester. Insgesamt 97 Erstsemester im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit füllten den großen Hörsaal am Exer in Wolfenbüttel. Nach dem gemeinsamen Empfang aller Fachbereiche am Montag in der Aula des Hauptcampus stand der zweite Tag ganz im Zeichen des Kennenlernens innerhalb der Fakultät. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Panzerhalle erhielten die Neuankömmlinge erste Einblicke in ihren neuen Studienalltag.
Die Dekanin der Fakultät, Professorin Dr. Sandra Verena Müller, eröffnete die Veranstaltung mit warmen Worten und betonte die Bedeutung dieses neuen Lebensabschnitts. Dass der Studiengang nun auch im Sommersemester, das sonst eher eine kleinere Kohorte darstellt, so nachgefragt ist, erfüllt die Fakultät mit großem Stolz. In Zeiten, in denen viele Studiengänge bundesweit sinkende Bewerberzahlen verzeichnen, unterstreicht dieses Ergebnis die Attraktivität und Relevanz der Sozialen Arbeit in Wolfenbüttel.
In ihrer Ansprache hob die Dekanin die tiefe Verwurzelung der Fakultät in der Region Südostniedersachsen hervor. Die enge Vernetzung mit vielen lokalen Trägern biete den Studierenden bereits während des Studiums exzellente Chancen für Praxisphasen in unterschiedlichsten Handlungsfeldern. Sie verdeutlichte, dass die Soziale Arbeit in einer sich wandelnden Gesellschaft mit Themen wie demografischem Wandel, sozialer Ungleichheit und Migration wichtiger denn je sei. Ein besonderes Augenmerk legte sie dabei auf die Digitalisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Sie appellierte an die künftigen Fachkräfte, technologische Entwicklungen nicht als Teufelswerk oder alleinigen Heilsbringer zu betrachten, sondern sie kritisch zu reflektieren und zum Wohle vulnerabler Gruppen einzusetzen. Ein transparenter Umgang mit KI-Tools im Studium sowie in der späteren Praxis sei dabei unerlässlich.
Der Organisator der Orientierungstage, Helge Keller, führte die Erstsemester anschließend in die Struktur der kommenden zwei Wochen ein. Er erläuterte die Besonderheiten des Standortes am Exer, der sich trotz seiner Lage abseits des Stadtzentrums zu einem lebendigen Sozialcampus entwickelt hat. Das Programm der Orientierungstage ist in diesem Jahr besonders vielseitig gestaltet und beinhaltet neben der Vorstellung wichtiger Serviceeinrichtungen und Unterstützungsangebote auch viele Möglichkeiten, seine Kommiliton:innen kennenzulernen. Er betonte den Teamcharakter der Einführungsphase und bedankte sich bei den zahlreichen Tutor:innen aus den höheren Semestern, die den neuen Studierenden mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Den Abschluss des Auftakts bildete die Vorstellung des Tutor:innen-Teams, das mit einer Mischung aus hilfreichen Tipps und sozialen Angeboten für eine lockere Atmosphäre sorgte. Von Hinweisen zum Deutschlandticket über die Organisation von Kneipentouren in Braunschweig und Wolfenbüttel bis hin zur traditionellen Erstsemesterparty in der Cafeteria wurde deutlich, dass neben der fachlichen Bildung auch die persönliche Vernetzung und das Knüpfen von Freundschaften einen hohen Stellenwert einnehmen.
Die Fakultät wünscht allen neuen Studierenden einen erfolgreichen Start und eine bereichernde Zeit an der Ostfalia.