Der Grundstein für ein zukunftsweisendes Projekt ist gelegt. Mit der Übergabe eines Förderbescheids in Höhe von 122.708 Euro startet offiziell das EU-Projekt “Kreatives digitales Storytelling für die Sichtbarkeit von KMU”. Damit rückt das Medienzentrum der Ostfalia einmal mehr in den Mittelpunkt regionaler Innovations- und Transferprozesse.
Schlüsselrolle für Ostfalia-Medienzentrum
Im Zentrum des zweijährigen Vorhabens steht die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Das Medienzentrum übernimmt dabei eine Schlüsselrolle als Lern-, Forschungs- und Produktionsort. Mit seiner hochmodernen Infrastruktur für Audio- und Videoproduktion sowie der fachlichen Expertise aus dem Studiengang Digitales Storytelling bietet es optimale Voraussetzungen, um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gezielt zu unterstützen.
“Das Projekt bündelt vorbildlich die Kompetenzen der regionalen Wirtschaftsförderungen mit der Expertise der Ostfalia Hochschule”, betonte die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Dr. Ulrike Witt, bei der Förderbescheidübergabe vor Ort. “Durch den Fokus auf praxisorientierte Forschung entsteht eine direkte Win-Win-Situation für Wissenschaft und Mittelstand.”
Gerade für KMU ist eine starke digitale Präsenz heute entscheidend – sei es im Wettbewerb um Fachkräfte oder im Marketing. Doch häufig fehlen Ressourcen und Know-how. Genau hier setzt das Projekt an: Im Medienzentrum werden praxisnahe Workshops zu Plattformen wie Instagram, TikTok und LinkedIn, zu Storytelling-Strategien sowie zur mobilen Videoproduktion entwickelt und durchgeführt.
Dauerhaftes Weiterbildungsangebot geplant
“Unser Ziel ist es, KMU zu befähigen, ihre eigenen Geschichten professionell und kanalgerecht zu erzählen”, erklären die Projektleiterinnen Melitta Arz und Meike Henkel. “Wir wollen Wissen nicht nur vermitteln, sondern durch Begleitforschung ein dauerhaftes Weiterbildungsangebot schaffen, das perfekt auf die Region zugeschnitten ist.”
Diese Begleitforschung ist ein zentrales Element des Projekts – und ebenfalls im Medienzentrum angesiedelt. Hier werden die tatsächlichen Bedarfe der Unternehmen analysiert und direkt in die Entwicklung der Inhalte integriert. Forschungsprofessor Harald Rau hebt die besondere Bedeutung dieses Ansatzes hervor: “Wir blicken direkt in den ‘Maschinenraum’ der Unternehmen, ermitteln echten Bedarf und entwickeln daraus ein schlüssiges Konzept, das weit über die Region hinaus skalierbar ist.”
Workshops, Evaluation, Weiterentwicklung
Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert: In der Pilotphase im ersten Jahr werden Workshops durchgeführt und erste Erkenntnisse gesammelt. Im zweiten Jahr folgen die Evaluierung und Weiterentwicklung hin zu einem nachhaltigen Qualifizierungsangebot. Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisnahe Lösung für den Wissenstransfer.
Auch aus Sicht der regionalen Partner wird die Rolle des Medienzentrums als zentraler Innovationsort hervorgehoben. “Digitales Storytelling ist ein wichtiges Mittel unserer Zeit und kann das Onlinemarketing von KMU auf ein neues Level heben”, betont Ralf Sygusch von der Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen.
Am Ende der Projektlaufzeit soll ein dauerhaftes Weiterbildungsangebot stehen, das den Wissenstransfer von der Ostfalia in die regionale Wirtschaft nachhaltig sichert. Damit etabliert sich das Medienzentrum nicht nur als Ausbildungsstätte, sondern als strategischer Knotenpunkt für digitale Kommunikation, Innovation und regionale Entwicklung.