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Ostfalia-Student im Interview: Jacobo Coxall über den langen Weg zum Informatikstudium

Aktuelles , , Fakultät Informatik , Von: Mandy Fleer

Jacobo Coxall holte sein Abitur nach und studiert heute Informatik an der Ostfalia. Im Interview erzählt er von Mathe-Hürden und dem späten Weg ins Studium.

Student Jacobo Coxall steht vor einem See
Jacobo Coxall studiert Informatik an der Ostfalia und steht kurz vor seinem Bachelorabschluss. Sein Weg ins Studium führte über Ausbildung, Berufserfahrung und das nachgeholte Abitur. Foto: Jacobo Coxall/privat

Jacobo Coxall (38) studiert Informatik am Ostfalia-Campus Wolfenbüttel und steht kurz vor seinem Abschluss. Sein Weg dorthin war alles andere als geradlinig: Freiwilliges Soziales Jahr, verschiedene Schulen, Ausbildung, mehrere Jahre im IT-Job – und erst mit Ende 20 der Entschluss, doch noch zu studieren.

Mandy Fleer, Ostfalia-Redaktion: Jacobo, wie sah dein Weg bis zum Studium aus?
Jacobo: Nach der Schule wusste ich erst einmal gar nicht, wohin es gehen soll. Ich habe ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pflege gemacht, verschiedene Schulen ausprobiert und schließlich eine Ausbildung zum Assistenten für Informatik abgeschlossen. 

Wie ging es danach weiter?
Jacobo: Danach habe ich mehrere Jahre in der IT gearbeitet. Irgendwann habe ich gemerkt: Ich mache ähnliche Aufgaben wie Studierte, bekomme aber deutlich weniger Gehalt und habe weniger Möglichkeiten. Da kam dann der Gedanke auf, doch noch zu studieren.

Wie war dann dein Weg ins Studium?
Jacobo: Ich habe mein Abitur am Braunschweig-Kolleg nachgeholt und mich fürs Studium eingeschrieben. Die Umstellung war allerdings groß, vor allem finanziell. Wenn man vorher gearbeitet und Geld verdient hat, muss man sich erst einmal daran gewöhnen, wieder mit deutlich weniger auszukommen.

Hattest du vor dem Studienstart besondere Sorgen?
Jacobo: Definitiv vor Mathe. Ich hatte extra Mathe und Physik als Abifächer gewählt, weil ich wusste, dass Informatik sehr Mathe-lastig ist. Das war im Studium wirklich anspruchsvoll für mich. Ich musste eine Prüfung auch mehrfach schreiben, aber am Ende hat es geklappt. Jetzt habe ich alle Prüfungen geschafft und konzentriere mich auf mein Praxisprojekt und die Bachelorarbeit.

Was hat dir im Studium besonders gefallen?
Jacobo: Am meisten Spaß haben mir größere Projekte gemacht. Zum Beispiel haben wir einmal einen eigenen Online-Shop entwickelt. Da sieht man am Ende wirklich ein Ergebnis und hat nicht nur Theorie gelernt. Auch mein aktuelles Praxisprojekt ist so ein Beispiel: Ich arbeite daran, ein älteres Software-Tool von C++ nach Python zu migrieren und die Oberfläche zu modernisieren.

Hat dir deine Berufserfahrung im Studium geholfen?
Jacobo: Teilweise. Durch meine Ausbildung hatte ich schon Programmiererfahrung, das war hilfreich. Im Studium geht es aber stärker um theoretische Konzepte – das ist schon eine andere Perspektive.

Wie hast du das Studium an der Ostfalia erlebt?
Jacobo: Ich bin 2022 hierher gewechselt, nachdem ich vorher an einer Technischen Universität studiert habe. Ich habe das Gefühl, dass man an der Ostfalia nicht so auf sich allein gestellt ist. Außerdem gefällt mir, dass die Prüfungsphase hier kompakter ist und man so in den Semesterferien wirklich ein paar Wochen frei hat.

Was sind deine Pläne nach dem Abschluss?
Jacobo: Ich freue mich darauf, wieder in der Praxis zu arbeiten. Es gibt sogar die Möglichkeit, zu einem meiner früheren Arbeitgeber zurückzugehen. Der Kontakt ist nie ganz abgebrochen.

Welche Tipps hast du für Studieninteressierte?
Jacobo: Wenn man Lust auf ein Studium hat, sollte man es einfach versuchen, auch wenn der Weg vielleicht später beginnt. Und wenn man Unterstützung braucht, sollte man sich trauen, andere anzusprechen. Am Ende findet jede*r einen eigenen Weg durchs Studium.

Du möchtest auch an der Ostfalia studieren? Dann findest du hier alle Studiengänge im Überblick!

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