Wie können Daten von Smart-Home-Anwendungen bei der Verbrechensaufklärung helfen? Wie können mittelständische Unternehmen aus Niedersachsen Robotiklösungen sinnvoll einsetzen? Wie lassen sich heftige Großbrände auf Wertstoffhöfen vermeiden?
Diese Fragen beantwortet die Ostfalia Hochschule auf der weltweit wichtigsten Industriemesse, der Hannover Messe (externer Link, öffnet neues Fenster) 2026.
RoboSON – Kollege Roboter für kleine und mittelständische Unternehmen
Unsere Projekte Smart Home Forensics und RoboSON stellen sich am Gemeinschaftsstand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (externer Link, öffnet neues Fenster) vor. Am 20. April hat Minister Falko Mohrs beide Projekte bei seinem Rundgang kennengelernt. „Robotik machen viele. Was machen Sie in diesem Projekt anders als andere ?“, fragt er Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann vom Institut für Produktionstechnik der Fakultät Maschinenbau. Während Mohrs gegen einen Roboter Tic Tac Toe spielt, erläutert Brüggemann: „In den Projekten RoboSON und Q-ROB unterstützen wir Unternehmen bei der Einführung von Robotik durch niedrigschwellige Workshops und Schulungen.“ Zentral sei das Netzwerk: „Wir verknüpfen Unternehmen mit passenden Integratoren, Startups und Technologiepartnern und begleiten sie bei Identifikation und Umsetzung geeigneter Robotikanwendungen.“ So laufen konkrete Gespräche mit Bäckereien, inwieweit Roboter Teig kneten und Teiglinge formen können: „Viele Bäckereien finden kein Personal, weil niemand mitten in der Nacht in der Backstube stehen möchte. Da ist Robotik Teil der Lösung“, sagt Brüggemann. Bei Veränderungsworkshops werden Mitarbeitende frühzeitig eingebunden und die Akzeptanz für die Einführung von Robotik gesteigert.
Smart Home Forensics – der Saugroboter als Detektiv
Nicht weniger alltagstauglich sind die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt Smart Home Forensics. Prof. Dr.-Ing. Felix Büsching aus der Fakultät Elektro- und Informationstechnik animiert den Minister zum Mitmachen: Auf einem großen Touchbildschirm lässt Mohrs mit dem Zeigefinger einen Einbrecher durch ein Fenster in ein virtuelles Modellhaus einsteigen. Der Sensor für Luftqualität detektiert sogleich eine Verbesserung der Raumluft. „Diese Daten könnten bei polizeilichen Ermittlungen helfen. Der Tatzeitpunkt lässt sich so schon mal klar eingrenzen,“ erläutert Büsching das Kooperationsprojekt mit dem Innovation Hub der Polizei Niedersachsen. Zum Setup für die Hannover Messe gehören neben dem Touchscreen eine Messewand mit smarten Thermostaten, Lichtschaltern oder Steckdosen und ein Tablet, das über eine KI-basierte Bilderkennung die Smart-Home-Anwendungen eindeutig identifizieren kann. Der Saugroboter als Detektiv – auch das ist echt Ostfalia!
Warden Robotics – Brände verhindern, bevor sie entstehen
Und noch ein Gemeinschaftsstand hat Bezug zu unserer Hochschule: Bei Niedersachsen.next Startup (externer Link, öffnet neues Fenster) zeigt Warden Robotics (externer Link, öffnet neues Fenster), wie autonome und KI-basierte Systeme Brände früh erkennen können. Lukas Bartenstein und Lucas Dehmel haben den Kooperationsstudiengang Digital Technologies von Ostfalia und TU Clausthal absolviert und ihr Startup an der Hochschule gegründet. Seit Herbst 2025 werden sie mit einem EXIST-Gründungsstipendium unterstützt. Von Wolfenbüttel aus helfen Bartenstein, Dehmel sowie ihre Kollegen Konstantin von Haugwitz und Hans-Jörg Göschl nun Recyclingunternehmen, den Brandschutz auf Wertstoffhöfen zu optimieren. Dazu setzen sie Kamerasysteme in Bodenrobotern und Drohnen sowie KI-basierte Bilderkennung ein.
Genau wie RoboSON und Smart Home Forensics steht damit auch Warden Robotics prototypisch für angewandte Wissenschaften: Praxisorientierte Forschung aus der Hochschule löst konkrete alltägliche Herausforderungen.
Messe-Info: Hier sind die Projekte der Ostfalia
Lust auf einen Messebummel? Noch bis Freitag, 24. April, läuft die Hannover Messe 2026. Alle drei Ostfalia-Beiträge sind in Halle 11 zu sehen: Smart Home Forensics und RoboSON am Stand B56, Warden Robotics am Stand E44.