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Ostfalia-Studentin im Interview: Josephine Mpofu über ihr berufsbegleitendes Studium

Aktuelles , , Fakultät Soziale Arbeit , Von: Mandy Fleer

Zwischen Klinik, Hörsaal und Familie: Pflegefachkraft Josephine Mpofu erzählt von ihrem berufsbegleitenden Studium und dem Wunsch, Wissen weiterzugeben.

Porträtbild von Josephine Mpofu
Josephine Mpofu studiert an der Ostfalia berufsbegleitend Berufspädagogik und Management in der Pflege, weil sie ihr Wissen weitergeben und die Pflegeausbildung stärken möchte. Foto: privat

Von der Klinik in den Hörsaal: Josephine Mpofu arbeitet als Pflegefachkraft und studiert berufsbegleitend Berufspädagogik und Management in der Pflege am Ostfalia-Campus Wolfsburg. Im Interview spricht sie über den Spagat zwischen Familie, Job und Studium und warum sie später selbst Pflegefachkräfte ausbilden möchte.

Mandy Fleer, Ostfalia-Redaktion: Josephine, wie war dein Weg bis zum Studium?
Josephine: Ich komme ursprünglich aus Simbabwe und bin 2017 als Au-pair nach Deutschland gekommen. Nach meinem Au-pair-Jahr habe ich ein FSJ gemacht und anschließend die Ausbildung zur Pflegefachkraft. Momentan arbeite ich auf der Hämatologie und Onkologie im Städtischen Klinikum Braunschweig und habe mich entschieden, berufsbegleitend zu studieren.

Wieso wolltest du noch studieren?
Josephine: Ich bin Praxisanleiterin und habe gemerkt, wie viel Freude es mir macht, Menschen etwas beizubringen. Ich finde es wichtig, Auszubildende gut zu begleiten und ihnen zu zeigen, wie vielseitig und anspruchsvoll die Pflege ist. Das Studium verbindet pädagogische Inhalte mit pflegewissenschaftlichem Wissen. Das passt sehr gut zu meinen Interessen.

Was gefällt dir am Studium besonders?
Josephine: Mir gefallen vor allem die pflegewissenschaftlichen Inhalte. Wir beschäftigen uns intensiv mit Themen wie Ethik oder Pflegetheorien und lernen, Zusammenhänge besser zu verstehen. Es ist spannend, bekannte Themen aus der Ausbildung noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Gibt es etwas, das dich überrascht hat?
Josephine: Wie unterstützend die Gemeinschaft ist. Wir helfen uns gegenseitig und motivieren uns. Auch die Dozent*innen begleiten uns sehr gut. Das gibt mir viel Sicherheit.

Hattest du Sorgen vor dem Studienstart?
Josephine: Ja, vor allem wegen der technischen Anforderungen. In Simbabwe haben wir viel handschriftlich gearbeitet. Erst in Deutschland habe ich gelernt, wie man E-Mails schreibt oder mit einem Laptop arbeitet. Wissenschaftliches Arbeiten und Programme wie PowerPoint waren für mich am Anfang eine große Herausforderung.

Was hat dir dann geholfen?
Josephine: Ich versuche, Schritt für Schritt dazuzulernen. Ich nutze Angebote der Hochschule und möchte zusätzlich einen Computerkurs machen. Außerdem hilft mir ein guter Wochenplan. Mit Familie, Beruf und Studium braucht man Struktur und Disziplin.

Wie schaffst du es, alles unter einen Hut zu bekommen?
Josephine: Das ist nicht immer einfach. Ich arbeite in Teilzeit und plane meine Wochen sehr genau. Ohne Unterstützung von Familie, Freund*innen und meinem sozialen Netzwerk wäre das kaum möglich. Man muss sich gegenseitig helfen und auch mal nach Unterstützung fragen.

Hast du schon Pläne für die Zeit nach dem Studium?
Josephine: Ich möchte gerne in der Ausbildung von Pflegefachkräften arbeiten. Mir ist wichtig, dass die Pflege als professioneller Beruf noch mehr Anerkennung bekommt. Ich möchte Auszubildende dabei unterstützen und ihnen zeigen, wie wertvoll ihre Arbeit ist.

Was hast du dafür schon aus dem Studium mitgenommen?
Josephine: Dass Professionalität nicht nur durch fachliches Wissen entsteht. Genauso wichtig sind lebenslanges Lernen, respektvolle Kommunikation, Teamarbeit und die Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung. 

Was möchtest du Studieninteressierten mitgeben?
Josephine: Man sollte sich gut organisieren und nicht alles allein machen wollen. Ein starkes Netzwerk hilft sehr. Und ich möchte anderen Mut machen: Egal, woher man kommt oder welchen Hintergrund man hat, wenn man etwas wirklich möchte, kann man es schaffen.

Du möchtest auch an der Ostfalia studieren? Dann findest du hier alle Studiengänge im Überblick! Bei Fragen kannst du dich gerne an die Zentrale Studienberatung wenden. 

Ansprechperson

Zentrale Studienberatung (ZSB)

Gebäude Am Exer 45, Raum 101 -105

Auch telefonisch beantwortet dir unsere ZSB gerne deine Fragen:

Montag, Dienstag und Donnerstag: 9:00 - 15:30 Uhr

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