Praxisnah studieren, Netzwerke aufbauen und Verantwortung übernehmen: Ostfalia-Alumna Carolin Giffhorn hat am Campus Salzgitter Sportmanagement studiert und im Anschluss den Master „Führung in Dienstleistungsunternehmen“ absolviert. Heute arbeitet sie bei der Sportjugend Niedersachsen und berichtet im Interview über ihren Berufsweg, Ehrenamt und die Rolle der Ostfalia auf ihrem Weg.
Mandy Fleer, Ostfalia-Redaktion: Carolin, was machst du heute beruflich?
Carolin: Ich arbeite bei der Sportjugend Niedersachsen als Referentin für Demokratiestärkung durch Jugendarbeit. Dabei betreue ich ein Förderprogramm, arbeite mit Vereinen zusammen und kümmere mich um Beratung, Vernetzung und Projektentwicklung. Besonders schön ist, dass man direkt sieht, was die Projekte vor Ort bewirken.
Wie bist du zum Sportmanagement gekommen?
Carolin: Sport war schon immer ein großer Teil meines Lebens. Ich bin Schwimmerin und kannte das Vereinswesen deshalb schon früh. Während eines Schulpraktikums habe ich gemerkt, dass mich vor allem die organisatorische Seite des Sports interessiert. Ich wollte nicht selbst Trainerin werden, sondern im Hintergrund dazu beitragen, gute Rahmenbedingungen für Sportler*innen zu schaffen.
Du hast dich schon während des Studiums stark ehrenamtlich engagiert. Wie wichtig war das für deinen Weg?
Carolin: Sehr wichtig. Dadurch konnte ich früh Erfahrungen sammeln und Netzwerke aufbauen. Ich war unter anderem bei der Sportjugend Niedersachsen, wo ich jetzt auch arbeite, und seit 2020 im ehrenamtlichen Vorstand der Deutschen Sportjugend aktiv. Das hat mich persönlich und beruflich sehr geprägt.
Gab es dabei besondere Highlights?
Carolin: Ja, einige. Ich durfte beispielsweise vor einem Unterausschuss des Bundestages sprechen, das dsj-academy-camp während der Youth Olympic Winter Games Gangwon in Südkorea leiten und bei den Olympischen Spielen in Paris vor Ort sein. Solche Erfahrungen vergisst man natürlich nicht.
Warum hattest du dich fürs Studium für die Ostfalia entschieden?
Carolin: Vor allem wegen des starken Praxisbezugs. Besonders cool fand ich, dass man von Anfang an einen direkten Sportbezug hatte – sowohl in den Lehrveranstaltungen als auch durch die Lehrenden und Gastdozierenden aus der Praxis.
Du bist heute immer noch an der Ostfalia aktiv. Was genau machst du?
Carolin: Ich halte Gastvorträge zu den Sportstrukturen in Deutschland und der Prävention sexualisierter Gewalt im Sport. Ich finde das total schön, weil ich mich selbst früher immer gefreut habe, wenn Menschen aus der Praxis in die Vorlesungen gekommen sind.
Wie ist es für dich, an deine alte Hochschule zurückzukehren?
Carolin: Das ist schon etwas Besonderes. Ich stehe plötzlich auf der anderen Seite und merke, wie spannend dieser Perspektivwechsel ist. Ich hoffe immer, dass ich den Studierenden etwas mitgeben kann.
Was möchtest du den Studis denn vor allem mitgeben?
Carolin: Bleibt offen und nutzt die Möglichkeiten, die sich euch bieten. Praktische Erfahrungen, Netzwerke und Engagement sind unglaublich wertvoll. Und man sollte sich nicht entmutigen lassen, wenn am Anfang noch nicht alles perfekt läuft – vieles entwickelt sich erst im Studium.
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