Klimaanpassung historischer Gärten im Fokus
Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher war am 12. und 13. August 2026 im Park Sanssouci in Potsdam zu Gast, um sich mit Fachleuten über die Wasserversorgung und den nachhaltigen Umgang mit Wasser in historischen Gartenanlagen auszutauschen.
Im Mittelpunkt des interdisziplinären Austauschs der Fachgruppe Gärten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen (AGDS) standen Fragen der Klimaanpassung historischer Gärten. Angesichts zunehmender klimatischer Veränderungen und deren Auswirkungen auf wertvolle Garten- und Gehölzbestände gewinnt insbesondere die Frage der Wasserversorgung an Bedeutung.
Nachhaltige Wasserversorgung als zentrale Herausforderung
Wie kann Wasser in historischen Gartenanlagen zurückgehalten und effizient genutzt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, Niederschlagswasser gezielt einzusetzen und langfristig eine möglichst autarke Wasserversorgung zu erreichen? Und wie lassen sich einzelne Maßnahmen zu nachhaltigen Gesamtkonzepten verbinden?
Diskutiert wurden unter anderem Ansätze zur Regenwasserrückhaltung, zur gezielten Nutzung von Niederschlagswasser, zur Steuerung von Wasserständen sowie zu ressourcenschonenden Bewässerungskonzepten. Dabei wurde auch der Blick über die einzelnen Gartenanlagen hinaus auf mögliche Verknüpfungen mit urbanen und ländlichen Wasserstrukturen gerichtet.
„Die Herausforderungen der Wasserversorgung werden durch den Klimawandel auch für historische Gartenanlagen immer relevanter. Umso wichtiger ist es, vorhandene Wasserressourcen effizient zu nutzen und unterschiedliche Ansätze miteinander zu verknüpfen“, betont Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher.
Wasserwirtschaft und Gartenpflege gemeinsam denken
Der Austausch verdeutlichte, dass Klimaanpassung in historischen Gärten eine interdisziplinäre Aufgabe ist. Insbesondere der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und praktischer Erfahrung kann wichtige Impulse für die Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen geben.
Mit seiner Expertise aus der Wasserwirtschaft brachte Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher eine wissenschaftliche Perspektive in den Austausch ein und unterstützte damit die gemeinsame Suche nach praktikablen Strategien für eine klimaresiliente Entwicklung historischer Gartenanlagen.