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Norddeutscher Wasserdialog: Gemeinsam Lösungen für die Wasserwirtschaft der Zukunft

Aktuelles , , Fakultät Bau-Wasser-Boden , Von: Marie Ruhm

Klimawandel, längere Trockenphasen, häufigere Starkregenereignisse und steigende Wasserbedarfe stellen die Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen.

Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher begrüßt die Teilnehmenden des Norddeutschen Wasserdialogs am Campus Suderburg und eröffnet die Veranstaltung mit einführenden Worten.
Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher (rechts im Bild) begrüßt die Teilnehmenden des Norddeutschen Wasserdialogs am Campus Suderburg und eröffnet die Veranstaltung mit einführenden Worten. Foto: Marie Ruhm/Ostfalia
Querschnitt eines Stromkabels der Prysmian Group: Im Rahmen des Vortrags von TenneT und dem Wasserverband Garbsen wurde die technische Ausgestaltung von Stromtrassen und deren Anforderungen im Zusammenhang mit Wasserschutzgebieten thematisiert.
Querschnitt eines Stromkabels der Prysmian Group: Im Rahmen des Vortrags von TenneT und dem Wasserverband Garbsen wurde die technische Ausgestaltung von Stromtrassen und deren Anforderungen im Zusammenhang mit Wasserschutzgebieten thematisiert. Foto: Marie Ruhm/Ostfalia
(v.l.n.r.) Sebastian Zeman-Kuhnert (Wasserverbandstag e.V.), Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher (Ostfalia), Franz Antony (INGUS Ingenieurdienst Umweltsteuerung GmbH), Martin Kleingünther (Landkreis Diepholz), Kerstin Krömer (IWAG), Nils Witt (simplyst GmbH), Wiebke Arendt (Wasserverband Garbsen), Andreas Hartmann (NWZ), Pascale Rouault (Kompetenzzentrum Wasser Berlin), Clemens Löbnitz (Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen), Maximiliane Schöning (Wasserverbandstag e.V.). Darüber hinaus haben referiert: Karsten Specht (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband) und Theresa Kaussen (TenneT TSO GmbH, Lehrte). Foto: Marie Ruhm/Ostfalia
(v.l.n.r.) Sebastian Zeman-Kuhnert (Wasserverbandstag e.V.), Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher (Ostfalia), Franz Antony (INGUS Ingenieurdienst Umweltsteuerung GmbH), Martin Kleingünther (Landkreis Diepholz), Kerstin Krömer (IWAG), Nils Witt (simplyst GmbH), Wiebke Arendt (Wasserverband Garbsen), Andreas Hartmann (NWZ), Pascale Rouault (Kompetenzzentrum Wasser Berlin), Clemens Löbnitz (Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen), Maximiliane Schöning (Wasserverbandstag e.V.). Darüber hinaus haben referiert: Karsten Specht (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband) und Theresa Kaussen (TenneT TSO GmbH, Lehrte). Foto: Marie Ruhm/Ostfalia

Beim Norddeutschen Wasserdialog am 24. September 2026 am Campus Suderburg kamen Fachleute aus Wasserwirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Nutzungskonkurrenzen und Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft zu diskutieren. 

Wasserwirtschaft im Klimawandel: Neue Herausforderungen und Nutzungskonkurrenzen

Im Mittelpunkt der ganztägigen Vortragssession mit Fachausstellung stand der Umgang mit einer Ressource, auf die unterschiedliche gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Interessen treffen. Vorgestellt wurden Ansätze des Integrierten Wasserressourcenmanagements, mit denen Wasserverfügbarkeit und Wasserbedarfe langfristig besser aufeinander abgestimmt werden sollen. Dabei geht es darum, räumliche, zeitliche, ökologische, digitale und organisatorische Zusammenhänge gemeinsam zu betrachten und unterschiedliche Akteure frühzeitig einzubeziehen.

„Die Herausforderungen der Wasserwirtschaft lassen sich nicht mehr aus einer einzelnen Perspektive heraus betrachten. Wir müssen die verschiedenen Nutzungen, die natürlichen Prozesse und die Auswirkungen des Klimawandels zusammen denken und gemeinsam mit den beteiligten Akteuren Lösungen entwickeln", sagt Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher.

Integriertes Wassermanagement und gemeinsame Lösungsansätze

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Nutzungskonflikten und konkreten Lösungswegen. Diskutiert wurde unter anderem, wie Infrastrukturprojekte und der Schutz von Wasserressourcen miteinander vereinbart werden können. Am Beispiel des SuedLink wurde deutlich, dass frühzeitige Abstimmung, Monitoring und die Minimierung von Eingriffen wichtige Bausteine für gemeinsame Lösungen sind. Auch die Wasserversorgung für industrielle Anwendungen und die Erzeugung von grünem Wasserstoff wurden als zukünftige Aufgabenfelder der Wasserwirtschaft betrachtet.

Digitalisierung und nachhaltige Wassernutzung

Darüber hinaus ging es um die Möglichkeiten, Daten und digitale Technologien für eine vorausschauende Planung und Instandhaltung wasserwirtschaftlicher Netze zu nutzen. Regionale Ansätze des Wassermanagements sowie die Anforderungen an eine zukunftsfähige Wassernutzung wurden ebenso thematisiert wie landwirtschaftliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts und der Grundwasserneubildung. Der Ansatz der „SchwammÄcker“ zeigte dabei beispielhaft, wie Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenstruktur sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Wasserhaushalt Vorteile bringen können.

Kooperation als Schlüssel für die Wasserwirtschaft der Zukunft

Über die verschiedenen Themen hinweg wurde deutlich, dass die Herausforderungen der Wasserwirtschaft nicht aus einer einzelnen Perspektive gelöst werden können. Kooperation, integrierte Strategien und ein offener Austausch seien entscheidend, um unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln, so Andreas Hartmann vom Norddeutschen Wasserzentrum e. V., der diesen Veranstaltungstag als Moderator begleitete.

„Verschiedene Sichtweisen schaffen es, Lösungswege zu identifizieren", schlussfolgert Kerstin Krömer (IWAG) (externer Link, öffnet neues Fenster) in ihrem Vortrag. 

Der Norddeutsche Wasserdialog wurde gemeinsam vom Norddeutschen Wasserzentrum e. V. (externer Link, öffnet neues Fenster), der INTWA – Interessengemeinschaft für norddeutsche Trinkwasserwerke e. V. (externer Link, öffnet neues Fenster)und der Ostfalia Hochschule veranstaltet. Die neue Veranstaltungsreihe bündelt Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis und widmet sich wechselnden Schwerpunktthemen rund um das Wasser.

Ansprechperson

Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher

Gebäude I, Raum I 08, Suderburg

Professor für 

• Hydromechanik

• Angewandte Hydrologie

• Stauanlagen und Wasserkraftanlagen

• Flussgebietsmanagement

• Hochwasserrisikomanagement

• Modellierung in der Wasserwirtschaft

• Klimawandel und Umweltauswirkungen

 

Institutsleitung INBW

Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher

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