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Ostfalia-Professorin im Kuratorium der Studienstiftung des deutschen Volkes

Aktuelles , , Fakultät Elektro- und Informationstechnik , Von: Britta Radkowsky

Als einzige HAW-Vertreterin wurde Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer nun in das Kuratorium der Studienstiftung gewählt. Im Interview spricht sie über ihre neue Rolle.

Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer
Wurde jetzt in das höchste Gremium der Studienstiftung des deutsche Volkes gewählt und ist dieser seit ihrer Zeit als Stipendiatin eng verbunden: Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer. Foto: Julia Günther/Ostfalia

Sie ist die einzige Vertreterin einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) im Kuratorium der Studienstiftung des deutschen Volkes: Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik wurde jetzt in das wichtigste Gremium der Stiftung gewählt. Dort vertritt sie die Perspektiven und Erfahrungen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und wirkt an grundlegenden Fragen der Ausrichtung und Weiterentwicklung der Studienstiftung mit. 

Im Interview spricht Prof. Meyer darüber, was ihr die Wahl bedeutet, welche Verantwortung mit ihrer neuen Rolle verbunden ist, welche Themen ihr bei der Förderung von Studierenden besonders am Herzen liegen und welche Bedeutung ihre Wahl für die Ostfalia und ihre Studierenden hat.

Britta Radkowsky, Ostfalia-Redaktion: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl in das Kuratorium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Was hat Sie besonders gefreut, als Sie davon erfahren haben?

Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer: Vielen Dank für die Glückwünsche. Ich bin der Studienstiftung seit meiner Zeit als Stipendiatin während meines Studiums eng verbunden. Nach Beendigung meiner Promotion habe ich immer wieder an Auswahlverfahren mitgewirkt, im Jahr 2007 wurde ich dann als eine der ersten HAW-Professor*innen zur Vertrauensdozentin für die Ostfalia ernannt. Dieses Amt übe ich mit einer familiär bedingten Unterbrechung in den Jahren 2014-2016 bis heute aus. In den letzten fünf Jahren gehörte ich dem Revisionsausschuss der Studienstiftung an. Außerdem wirkte ich als Akademiedozentin am ideellen Förderprogramm mit. Für mich ist es eine besondere Ehre, nun in das höchste Gremium der Studienstiftung gewählt zu sein. Da mir die Studienstiftung und insbesondere deren umfangreiche ideelle Förderung aufgrund eigener Erfahrungen sehr am Herzen liegt, freut es mich, die Ausrichtung ein Stück weit mitgestalten zu können.

Welche Aufgaben übernimmt das Kuratorium, und welche Verantwortung ist mit Ihrer neuen Rolle verbunden?

Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer:  Das Kuratorium der Studienstiftung wählt den Vorstand und bestimmt dessen Vorsitz, die Stellvertretung sowie die Kämmerin oder den Kämmerer. Ihm obliegt die jährliche Entlastung des Vorstands. Das Kuratorium entscheidet über neue Programme der Studienstiftung und berät den Vorstand in allen grundsätzlichen inhaltlichen Fragen.

Mitglieder des Kuratoriums sind ein Vertreter/eine Vertreterin des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (mit drei Stimmen) sowie vier Vertreter*innen der Länderregierungen. Daneben senden die großen deutschen Wissenschaftsinstitutionen je einen Vertreter/eine Vertreterin, so die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Hochschulrektorenkonferenz und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Weitere zusätzlich zugewählte Mitglieder sind bis zu zehn Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Schule, Politik, Verwaltung oder Wirtschaft, die nicht Vertreter von Organisationen sein sollen – darunter möglichst ein Mitglied des Auswahlausschusses, ein Vertrauensdozent/eine Vertrauensdozentin und ein ehemaliger Stipendiat/eine ehemalige Stipendiatin der Studienstiftung.

Welche Perspektiven und Erfahrungen möchten Sie als einzige Vertreterin einer Hochschule für angewandte Wissenschaften in diesem Gremium einbringen?

Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer: Obwohl die Studienstiftung die Förderung von Studierenden an HAWen seit der Ausweitung der Förderung auf HAWen im Jahr 2000 in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut hat, sind einige Randbedingungen nach wie vor an den Universitäten ausgerichtet. So liegen zum Beispiel viele Termine für die angebotenen Sommerakademien außerhalb der vorlesungsfreien Zeiten an den HAWen, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch scheuen viele Studierende an HAWen, sich dem Auswahlprozess zu stellen und verzichten auf eine Bewerbung, nachdem sie vorgeschlagen wurden. Hinzu kommt, dass die Randbedingungen gerade in technischen Studiengängen an HAWen mit zahlreichen zeitintensiven Laborveranstaltungen teilweise die Möglichkeiten für soziales Engagement einschränken. Ich möchte mich in dem Gremium dafür einsetzen, dass die Belange von HAW-Studierenden nicht aus dem Blickfeld verloren werden.  

Welche Themen liegen Ihnen im Zusammenhang mit der Förderung von Studierenden besonders am Herzen?

Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer: Besonders wichtig ist mir der große Bereich der ideellen Förderung. Die finanzielle Förderung unterliegt gesetzlichen Vorgaben, auf die die Studienstiftung keinen Einfluss hat. Die ideelle Förderung in Form von Sommerakademien, Sprachkursen, Seminaren usw. stellt in mehrfacher Hinsicht für die Studierenden eine ganz besondere Erfahrung dar. Sie treffen mit einer Vielzahl von Menschen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten zusammen, denen sie sonst nie begegnet werden. Daraus ergeben sich spannende Diskurse und vielfältige Perspektiven, auch auf das eigene Fachgebiet. Diese Erfahrungen sind extrem wertvoll, auch im Hinblick auf die Bewältigung aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen. Der Erhalt und Ausbau dieses Programms ist aus meiner Sicht extrem wichtig.

Welche Bedeutung hat Ihre Wahl aus Ihrer Sicht für die Ostfalia?

Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer: Für die Ostfalia bedeutet meine zukünftige Mitwirkung im Kuratorium in erster Linie Sichtbarkeit. Ich bin mir sicher, dass mich auf der ersten Sitzung im Juli, an der ich teilnehmen werde, viele Mitglieder fragen werden, was und wo denn die Ostfalia sei.

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