Am Freitag, den 28. August 2026, beging die Fakultät Soziale Arbeit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in einem feierlichen Festakt den erfolgreichen Abschluss ihrer Studierenden. In der voll besetzten Aula am Campus an der Salzdahlumer Straße feierten insgesamt 124 Absolvent*innen gemeinsam mit ihren Familien, Lehrenden und Gästen ihren erreichten Meilenstein. Die Veranstaltung hielt dabei eine Premiere bereit: Erstmals wurden die 96 Absolvent*innen des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit, die 20 Absolvierenden des Masterstudiengangs „Präventive Soziale Arbeit“ sowie die 8 Absolvent*innen des Weiterbildungsmasters „Sozialmanagement“ im Rahmen einer gemeinsamen Feierstunde verabschiedet. Für die schwungvolle musikalische Einstimmung sorgte in bewährter Manier Géza Gál, Leiter der TU-Big Band Braunschweig.
In ihrer Eröffnungsrede würdigte Dekanin Prof. Dr. Sandra Verena Müller die Ausdauer und die Leistungen der Absolvierenden, stellte die Feier jedoch zugleich in den Kontext aktueller gesellschaftlicher Ereignisse. Mit Blick auf die jüngsten Erschütterungen und Anschläge betonte sie, dass Soziale Arbeit eine unverzichtbare Menschenrechtsprofession ist, die Haltung erfordert. Angesichts von Spaltungsversuchen und Diskriminierung dürfe die Antwort niemals im Rückzug bestehen, sondern in einer Gesellschaft, die Vielfalt aktiv und sichtbar verteidigt. Sie rief die künftigen Fachkräfte dazu auf, ihr fundiertes Fachwissen als gesellschaftlichen Auftrag zu verstehen, sich zu vernetzen und trotz aller Herausforderungen in der Praxis die Freude an gelingenden Veränderungen zu bewahren.
Die Festrede aus der Praxis hielt Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen gGmbH. Als Alumnus, der vor 33 Jahren selbst sein Studium an der Hochschule abgeschlossen hatte, blickte er auf seinen eigenen Werdegang zurück. Von den Anfängen im Allgemeinen Sozialdienst und in der Familienhilfe bis hin zur Leitung eines großen Sozialunternehmens. Eckhoff verdeutlichte, dass hinter jeder Akte und jeder Zahl immer ein Mensch stehe und stellte sich entschieden gegen eine rein haushaltspolitisch getriebene Sozialpolitik: „Soziale Arbeit ist für mich keine Reparaturwerkstatt unserer Gesellschaft. Vielmehr sollte sie ein wichtiges Präventionssystem sein.“ Es sei paradox, den Wert sozialer Arbeit oft erst dann zu erkennen, wenn Probleme eskalieren, vergleichbar mit einer Feuerwehr, die man erst finanzieren wolle, wenn Häuser bereits brennen. Er ermutigte die Absolvent*innen, selbstbewusste Botschafter*innen ihrer Profession zu sein, sich gesellschaftspolitisch einzumischen und auch Verantwortung in Leitungs- und Führungspositionen als „Dienst am Menschen“ wahrzunehmen.
Nach einem mitreißenden Percussion-Stück von Géza Gál, das den gesamten Saal zum Mitklatschen brachte, folgte der Höhepunkt der Feier: die feierliche Übergabe der Abschlussbescheinigungen und Rosen. Prof. Dr. Georg Kortendieck rief zunächst die Absolvent*innen des Masters Sozialmanagement auf die Bühne, bevor Prof. Dr. Jürgen Boeckh (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) gemeinsam mit Dekanin Prof. Dr. Sandra Verena Müller und Hannah Brosch vom Prüfungsamt die Würdigung der zahlreichen Absolvierenden der Bachelor- und Masterstudiengänge Soziale Arbeit übernahm.
Einen klangvollen Schlusspunkt unter das offizielle Programm setzten Studierende des Projekts „Musik in der Sozialen Arbeit“ unter Leitung von Adela Wiktoria Walter (Technik: Herr Trunk), die das Publikum mit Liedern wie „Ein Hoch aufs Leben“ und „Ich geh mit mir“ begeisterten. Nach dem traditionellen gemeinsamen Gruppenfoto ging die Feier in einen Sektempfang im Foyer über, bei dem Absolvent*innen, Lehrende und Gäste auf den Erfolg anstießen, ihren Erfolg an der Fotobox festhielten und den Tag in festlicher Atmosphäre ausklingen ließen.
Die Fakultät Soziale Arbeit gratuliert allen Absolvent*innen herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünscht ihnen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg alles Gute.