Pflegeausbildung abgebrochen und Neustart in der Sozialen Arbeit: Carolin Brun studiert Soziale Arbeit am Ostfalia-Campus Suderburg. Im Interview erzählt sie von ihrem Weg ins Studium, dem familiären Miteinander am Campus und ihren Plänen für die Zukunft.
Mandy Fleer, Ostfalia-Redaktion: Carolin, wie war dein Weg bis zum Studium?
Carolin: Nicht ganz geradlinig. Ich habe zunächst eine Ausbildung zur Pflegefachfrau begonnen, musste sie aber aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Studieren wollte ich schon immer. Deshalb habe ich nach einem Studiengang im sozialen Bereich gesucht.
Warum hast du dich für die Ostfalia entschieden?
Carolin: Mein Bruder studiert ebenfalls an der Ostfalia. Als ich mich informiert habe, fand ich den Campus Suderburg besonders interessant. Er ist klein, familiär und sehr ländlich. Genau das hat mir richtig gut gefallen. Außerdem gibt es hier kein Anerkennungsjahr, sondern eine Praxisphase während des Studiums – das hat mich überzeugt.
Was war bisher dein Highlight im Studium?
Carolin: In Erinnerung geblieben ist mir besonders das Modul Projektmanagement. Dort konnten wir ein eigenes Projekt entwickeln und umsetzen. Unsere Gruppe hat gemeinsam mit einem Strickladen und einer Obdachloseneinrichtung Decken für obdachlose Menschen gesammelt. Es war schön zu erleben, wie aus einer Idee ein erfolgreiches Projekt wurde und dabei auch noch Menschen zu helfen.
Gab es etwas, das dich am Studium überrascht hat?
Carolin: Dass man Studium und Freizeit gut miteinander verbinden kann. Ich habe vorher gedacht, dass man ständig lernen muss. Stattdessen habe ich gemerkt, dass man sich seine Zeit selbst einteilen kann und dadurch auch Raum für Hobbys und Erholung bleibt. Gleichzeitig lernt man so auch, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.
Hattest du Sorgen vor dem Studienstart?
Carolin: Auf jeden Fall. Ich wusste nicht, wie Prüfungen an einer Hochschule ablaufen und ob ich den Übergang von der Ausbildung ins Studium schaffe. Die Anforderungen sind ja ganz anders. Diese Sorgen haben sich aber schnell gelegt.
Was hat dir dabei geholfen?
Carolin: Vor allem der Austausch mit den anderen Studierenden. Schon in der Einführungswoche haben wir uns gut kennengelernt und konnten schnell Kontakte knüpfen. Auch die Dozent*innen sind jederzeit ansprechbar und unterstützen uns, wenn Fragen aufkommen.
Du startest jetzt ins Praxissemester. Worauf freust du dich besonders?
Carolin: Ich werde beim Unionhilfswerk in Berlin im Bereich Betreutes Einzelwohnen arbeiten und Menschen mit Behinderungen im Alltag begleiten. Ich freue mich darauf, das Gelernte endlich praktisch anzuwenden und neue Erfahrungen zu sammeln.
Hast du schon Pläne für die Zeit nach dem Studium?
Carolin: Ja, ich möchte auf jeden Fall noch einen Master in Kriminologie und Kriminalprävention machen. Besonders interessant finde ich die Resozialisierung und die Arbeit mit straffällig gewordenen Menschen. Ich könnte mir vorstellen, später als Bewährungs- oder Gerichtshelferin zu arbeiten oder sogar in die Forschung zu gehen.
Was möchtest du Studieninteressierten mitgeben?
Carolin: Macht euch am Anfang nicht zu viel Druck. Man muss nicht alles sofort perfekt können. Seid offen, lernt neue Leute kennen und habt keine Angst vor Prüfungen – man wird gut unterstützt. Und wenn es einmal Rückschläge gibt, sollte man sich davon nicht entmutigen lassen. Es lohnt sich, an den eigenen Zielen festzuhalten und die Freude am Studium nicht zu verlieren.
Du möchtest auch an der Ostfalia studieren? Dann findest du hier alle Studiengänge im Überblick! Bei Fragen kannst du dich gerne an die Zentrale Studienberatung (externer Link, öffnet neues Fenster) wenden.