Künstliche Intelligenz verändert immer mehr Bereiche unseres Lebens. Doch was steckt eigentlich hinter KI? Wie können intelligente Systeme in der Pflege oder Robotik eingesetzt werden? Was bedeutet KI für das autonome Fahren, das Personalmanagement oder das Urheberrecht? Und wo liegen die ethischen Grenzen?
Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich die öffentliche Online-Ringvorlesung “Schöne neue Welt?! – Potentiale und Herausforderungen der KI” der Ostfalia ab Mittwoch, 23. September 2026, 18 bis 19.30 Uhr. Bis Mitte Dezember geben Dozent*innen verschiedener Fakultäten wöchentlich Einblicke in technische Grundlagen, konkrete Anwendungen sowie rechtliche und ethische Fragestellungen rund um Künstliche Intelligenz.
KI verstehen und ihre Möglichkeiten entdecken
Zum Auftakt geht es zunächst um die Grundlagen: Prof. Dr. rer. nat. Carsten Meyer von der Fakultät Informatik führt in drei Veranstaltungen (23.09., 30.09. und 7.10.) in das Thema Künstliche Intelligenz ein. Anschließend wird es ganz praktisch. Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann von der Fakultät Maschinenbau zeigt, welche Möglichkeiten KI in der Robotik (14.10.) bietet und wie intelligente Systeme zu mehr Ressourceneffizienz (21.10.) beitragen können.
Auch der Einsatz von KI im Gesundheitswesen steht auf dem Programm. Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik beschäftigt sich mit KI in Gesundheit und Pflege (28.10.) sowie mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz und Assistenzrobotik Menschen im Alltag (4.11.) unterstützen können.
Wie intelligent darf ein Auto sein?
Ein besonderes Highlight der Ringvorlesung ist das Thema autonomes Fahren. Unter dem Titel “Künstlich. Intelligent. Sicher!” nimmt Prof. Dr. Sebastian Ohl (18.11.) von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik die technischen und sicherheitsrelevanten Aspekte unter die Lupe. Ergänzend betrachtet Prof. Dr. iur. Udo Becker von der Fakultät Recht das autonome Fahren aus juristischer Perspektive (25.11.) und zeigt, welche rechtlichen Fragen entstehen, wenn Fahrzeuge zunehmend selbstständig Entscheidungen treffen.
Doch KI verändert nicht nur Maschinen und Mobilität. Auch die Arbeitswelt steht vor neuen Herausforderungen. Irina Kummert von der Hamburger Fern-Hochschule widmet sich dem Einsatz von KI im Personalmanagement (11.11.) und damit der Frage, wie intelligente Systeme HR-Prozesse und den Umgang mit Mitarbeitenden verändern können.
Wer entscheidet, was KI darf?
Wo neue Technologien entstehen, stellen sich auch rechtliche Fragen. Wie ist beispielsweise mit Werken umzugehen, die mithilfe von KI entstehen? Und was müssen Unternehmen beachten, wenn sie Künstliche Intelligenz einsetzen? Diesen Fragen zu KI und Urheberrecht sowie zur Compliance beim Einsatz von KI in Unternehmen geht Prof. Dr. jur. Ralf Imhof von der Fakultät Recht nach (02.12.)
Zum Abschluss wird es grundsätzlicher: In zwei Veranstaltungen (9.12. und 16.12.) beschäftigt sich Irina Kummert mit der Problematik der ethischen Herausforderungen, die mit Künstlicher Intelligenz verbunden sind. Was darf KI und was sollte sie vielleicht besser nicht dürfen? Und wie wollen wir in Zukunft mit einer Technologie umgehen, die immer mehr Entscheidungen beeinflussen kann?
Ein Thema, viele Perspektiven
Die Ringvorlesung zeigt, dass KI uns in Maschinen, Fahrzeugen, der Gesundheitsversorgung und Unternehmen begegnet. Und dabei wirft sie rechtliche, gesellschaftliche und ethische Fragen auf. Deshalb richtet sich die Veranstaltung nicht nur an Studierende der Ostfalia und des KI4All-Verbunds von TU Braunschweig, TU Clausthal und Ostfalia. Eingeladen sind alle, die sich intensiver mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen und das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen möchten.
Die Vorlesungen finden online im Wintersemester 2026/27, immer mittwochs vom 23. September bis zum 16. Dezember 2026, von 18 bis 19:30 Uhr, statt. Hier gehts zur Online-Vorlesung. (externer Link, öffnet neues Fenster)