Hadi Aziznasabmoghri studiert BWL am Ostfalia-Campus Wolfsburg und führt seit Februar gemeinsam mit seiner Familie ein iranisches Restaurant in Braunschweig. Im Interview erzählt er, warum er sich für BWL entschieden hat, wie ihm das Studium im Restaurantalltag hilft und weshalb Klausuren manchmal stressiger sind als ein Abend im vollen Restaurant.
Mandy Fleer, Ostfalia-Redaktion: Hadi, wie bist du an die Ostfalia gekommen und warum hast du dich für BWL entschieden?
Hadi: Nach meinem Abitur wusste ich erst nicht genau, was ich studieren möchte. Ich habe dann überlegt, was mir wirklich Spaß macht und gemerkt, dass ich Mathe und Zahlen mag. So bin ich auf BWL gekommen. Und weil man BWL nicht in Braunschweig studieren kann, war die Ostfalia die nächste Wahl.
Was gefällt dir besonders am Studium?
Hadi: Ich mag vor allem die mathematischen Inhalte und dass man viel über Unternehmertum lernt, zum Beispiel Marketingstrategien oder wie man ein Unternehmen führt.
Wie war der Start ins Studium für dich?
Hadi: Am Anfang war es schon stressig. In der Schule war vieles vorgegeben, im Studium musste man plötzlich viel eigenständiger arbeiten. Man muss sich selbst organisieren, Skripte durcharbeiten und auf Professor*innen zugehen, wenn man Fragen hat. Das war neu für mich. Gleichzeitig habe ich schnell Kontakte geknüpft und mich mit Kommiliton*innen gegenseitig unterstützt.
Seit Februar führst du gemeinsam mit deiner Familie ein Restaurant. Wie kam es dazu?
Hadi: Gastronomie war schon immer eine Leidenschaft in unserer Familie. Mein Vater ist gelernter Koch und auch meine Mutter kocht sehr gerne. Das Restaurant gehörte früher meinem Onkel und als er es abgeben wollte, haben wir die Chance genutzt. Außerdem haben wir gesehen, dass es in Braunschweig kaum iranische Restaurants gibt. Das war für uns eine spannende Möglichkeit, iranisches Essen und Gastfreundschaft hierherzubringen.
Hilft dir dein Studium dabei, das Restaurant zu führen?
Hadi: Auf jeden Fall. Gerade Themen wie Marketing oder Kostenrechnung helfen mir sehr. Ich nutze zum Beispiel Social Media viel für Werbung und analysiere natürlich auch Zahlen wie Wareneinsatz, Umsatz oder Kalkulationen. Das Wissen aus dem Studium kann ich direkt praktisch anwenden.
Was ist stressiger: Klausurenphase oder Restaurantalltag?
Hadi: Ich würde sagen, die Klausurenphase. Im Restaurant entwickelt man mit der Zeit Routinen und weiß, wie man mit stressigen Situationen umgeht. Bei Klausuren weiß man nie genau, was einen erwartet und macht sich viele Gedanken, ob man besteht oder nicht.
Was würdest du anderen Studierenden raten, die sich neben dem Studium selbstständig machen wollen?
Hadi: Einfach machen. Wenn man wirklich eine Leidenschaft dafür hat und bereit ist, viel Zeit zu investieren, dann sollte man es versuchen. Natürlich bedeutet das auch, Freizeit aufzugeben und viel zu arbeiten. Aber wenn man ein Ziel vor Augen hat, lohnt sich das.
Was sind deine Ziele für die Zukunft?
Hadi: Ich möchte mein Restaurant bekannter machen und kann mir langfristig vorstellen, das Konzept weiter auszubauen oder in Richtung Franchising zu gehen. Aber erst einmal möchte ich mein Studium erfolgreich abschließen.
Du möchtest auch an der Ostfalia studieren? Dann findest du hier alle Studiengänge im Überblick! Bei Fragen kannst du dich gerne an die Zentrale Studienberatung wenden.