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MyAfEB – Mycelbasierte Auftriebskörper für den Einsatz in Binnengewässern

Kann Pilzmyzel Kunststoff beim Angeln und in der Fischerei ersetzen? 

Im Projekt MyAfEB – Mycelbasierte Auftriebskörper für den Einsatz in Binnengewässern untersucht die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, wie sich Auftriebskörper aus mycelbasierten Materialien entwickeln lassen. Sie sollen funktional, wasserbeständig und zugleich biologisch abbaubar sein.

Das Projekt

Im Projekt MyAfEB – Mycelbasierte Auftriebskörper für den Einsatz in Binnengewässern untersucht die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, wie sich Auftriebskörper aus mycelbasierten Materialien entwickeln lassen. Sie sollen funktional, wasserbeständig und zugleich biologisch abbaubar sein.

Im Projekt arbeitet ein interdisziplinäres Team aus den Instituten für Recycling und Medienmanagement der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften zusammen.

Gefördert wird das Projekt über den Zeitraum vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2029 durch Mittel des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Die Ausgangssituation: Warum neue Materialien für Auftriebskörper?

Kunststoff wird in der Fischerei und beim Angeln in vielen Bereichen eingesetzt. Problematisch kann er werden, wenn Geräte verloren gehen oder durch Abrieb und Alterung Kunststoffpartikel in Gewässer gelangen. Auch Schwimmer und andere Auftriebskörper können dabei zur Eintragsquelle von Kunststoffpartikeln werden.

Genau hier setzt das Forschungsprojekt MyAfEB an. Ziel ist es zu untersuchen, ob sich Auftriebskörper aus mycelbasierten Materialien entwickeln lassen, die für den praktischen Einsatz geeignet und zugleich biologisch abbaubar sind.

Holzpilz auf einem Baum in natürlicher Umgebung
Holzpilz auf einem Baum in natürlicher Umgebung

Die Idee: Auftriebskörper aus Pilzmyzel

Die Grundlage bilden poröse Strukturen aus natürlichen beziehungsweise nachwachsenden Rohstoffen, die durch Pilzmyzel miteinander verbunden werden. Auf dieser Basis werden verschiedene Materialzusammensetzungen und Herstellungsverfahren zu Schwimmkörpern weiterentwickelt.

Der Herstellungsprozess wird dabei so ausgelegt, dass das Myzel im fertigen Werkstoff nicht weiterwächst.

Vom Material zum Probekörper

Zunächst werden geeignete Substrate und Pilzstämme ausgewählt und erste Probekörper hergestellt. Dabei werden unterschiedliche Materialzusammensetzungen und Herstellungsverfahren untersucht.

Die Probekörper werden im Labor unter anderem auf Formstabilität, Wasseraufnahme, Auftrieb und mechanische Belastbarkeit untersucht. Parallel werden Möglichkeiten für Nachbehandlung und Schutzbeschichtung betrachtet.

Thermische Inaktivierung des Myzels im Trockenschrank
Thermische Inaktivierung des Myzels im Trockenschrank
Vollständig myzelisiertes Substrat
Vollständig myzelisiertes Substrat

Vom Labor aufs Wasser

Wie lange hält ein Auftriebskörper dem Kontakt mit Wasser stand? Und ist er stabil genug für den praktischen Einsatz?

Die entwickelten Prototypen sollen gemeinsam mit Praxispartnern unter realen Bedingungen erprobt werden. Erfahrungen aus Fischereibetrieben und Angelvereinen sollen dabei direkt in die Weiterentwicklung einfließen.

Neben der technischen Funktionalität werden auch die ökologischen Auswirkungen und wirtschaftliche Perspektiven der entwickelten Lösungen untersucht.

Der Ausblick: Eine biologisch abbaubare Alternative

Am Ende des Projekts sollen optimierte Prototypen, geeignete Herstellungsprozesse und die erforderlichen Erkenntnisse für eine spätere Praxiserprobung und mögliche Markteinführung vorliegen.

Forschung trifft Praxis

Fischereibetriebe, Angelvereine und weitere Praxispartner bringen Anforderungen und Erfahrungen aus der Anwendung in das Projekt ein.

Projektleitung

Prof. Dr. Max Patrick Ehleben

Institutsleiter Institut für Recycling (IFR), Fakultät Fahrzeugtechnik

Gebäude C, Raum 103, Wolfsburg

Institutsleiter IfR

Prof. Dr. Max Patrick Ehleben

Wissenschaftliche Leitung

Gefördert durch

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