Am Freitag, den 30. Januar 2026, lud das Praxisamt der Fakultät Soziale Arbeit Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedensten Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit an den Campus Wolfenbüttel ein. Trotz widriger Wetterbedingungen folgten zahlreiche Anleiterinnen und Anleiter der Einladung, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Lehre sowie den Start des dualen Studiums zu informieren und die Zusammenarbeit im Rahmen der staatlichen Anerkennung zu vertiefen.
Die Dekanin der Fakultät Prof. Dr. Sandra Verena Müller eröffnete die Veranstaltung und zeigte sich erfreut über die hohe Resonanz im voll besetzten Hörsaal. Sie nutzte den feierlichen Rahmen für einen Dank an Bettina Denecke, die das Praxisamt zuvor geleitet hatte und begrüßte offiziell Karl-Heinz Gröpler als neuen Leiter des Amtes. In ihrer Ansprache griff sie die jüngsten Veränderungen an der Hochschule auf und berichtete vom reakkreditierten Bachelorstudiengang, der neue gesellschaftliche Themen integriert. Auch das Aufkommen von Künstlicher Intelligenz sorge auf Seiten der Hochschule für Veränderungen im Prüfungswesen und werde sich voraussichtlich ebenso auf das Berichtswesen in der Praxis auswirken. Zudem ging sie auf die große Kohorte von Studierenden im Wintersemester und den damit verbundenen Herausforderungen für die Organisation der Lehre ein. Abschließend betonte sie die Wichtigkeit des Erhalts der hohen Qualitätsansprüche der Sozialen Arbeit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der anstehenden Verrentung geburtenstarker Jahrgänge.
Im Anschluss übernahm Karl-Heinz Gröpler das Wort und trat in einen direkten Dialog mit den anwesenden Gästen. Der neue Leiter des Praxisamtes gab einen tiefen Einblick in die aktuellen Herausforderungen und Prozesse der Praxisphasen. Er thematisierte offen die Erfahrungen mit den neuen Hospitationsformaten im ersten Semester sowie die Struktur des vierwöchigen Blockpraktikums. Ein zentraler Punkt seines Vortrags war die Bedeutung der staatlichen Anerkennung und die damit verbundene Prüfung der Zuverlässigkeit der angehenden Fachkräfte. Gröpler kündigte zudem umfassende Modernisierungsmaßnahmen für die Verwaltungsprozesse an. Es ist geplant beschreibbare PDF-Formulare zur Verfügung zu stellen und ein digitaler Reader soll künftig alle wichtigen Informationen und Abläufe bündeln, um den Informationsfluss zwischen Hochschule und Anleitenden zu verbessern.
Darauf folgte eine Pause, die den Teilnehmenden anschließend Raum für das persönliche Kennenlernen und den fachlichen Austausch untereinander bot. In entspannter Atmosphäre diskutierten die Anleiterinnen und Anleiter die gehörten Neuerungen und vernetzten sich über die Grenzen ihrer eigenen Einrichtungen hinweg.
Den zweiten inhaltlichen Schwerpunkt bildete der Vortrag von Prodekanin Prof. Dr. Sina Motzek-Öz zur Einführung des dualen Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit. Sie stellte das Konzept vor, das zum kommenden Wintersemester 2026/27 an den Start geht und auf eine enge Verzahnung der Lernorte Hochschule und Praxis setzt. Mit 35 Studienplätzen und einem Wechselmodell von drei Tagen an der Hochschule sowie zwei Tagen in der Praxis reagiert die Fakultät auf die hohe Nachfrage von Studieninteressierten sowie den Bedarf der Träger nach frühzeitiger Fachkräftebindung.
Die Veranstaltung endete mit einem positiven Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit. Das Praxisamt hat den Termin für das nächste Treffen bereits fest im Kalender eingeplant und lädt schon jetzt herzlich dazu ein, am letzten Freitag im Januar des kommenden Jahres erneut zusammenzukommen.