Zukunftslabor Kunststoff
Untersuchen, sortieren, ausprobieren: Praktische Experimente vermitteln, wie Kunststoffe untersucht, getrennt und wiederverarbeitet werden können.
Vom Wissen zum Ausprobieren
Wie lassen sich Kunststoffe untersuchen, unterscheiden und wiederverwerten? Im Zukunftslabor Kunststoff können Besucher den Werkstoff selbst erkunden. Praktische Experimente machen seine Eigenschaften erfahrbar und zeigen, welche Schritte notwendig sind, um Kunststoffmaterialien für eine Wiederverwertung vorzubereiten.
Das Angebot ergänzt das Forum Kunststoff um eine praktische Perspektive: Statt Materialien ausschließlich anhand von Ausstellungsobjekten kennenzulernen, können Besucher selbst untersuchen, sortieren und ausprobieren.
Kunststoffe untersuchen und unterscheiden
Nicht jeder Kunststoff lässt sich auf die gleiche Weise verarbeiten oder wiederverwerten. Umso wichtiger ist es, seine Eigenschaften und seine Zusammensetzung zu untersuchen.
Im Zukunftslabor kommen dafür unterschiedliche Methoden und Experimentierstationen zum Einsatz. Dazu gehört beispielsweise ein Infrarot-Scanner, mit dem Materialien untersucht und unterschieden werden können. Weitere Experimente ermöglichen es, Kunststoffe genauer wahrzunehmen und ihre Eigenschaften zu erkunden.
So wird deutlich, dass die Wiederverwertung von Kunststoffen nicht erst bei der Verarbeitung beginnt. Auch das Erkennen, Untersuchen und Sortieren der Materialien spielt eine wichtige Rolle.
Vom gebrauchten Material zur Wiederverwertung
Was passiert mit Kunststoff, nachdem ein Produkt nicht mehr gebraucht wird? Im Zukunftslabor können Besucher Schritte der Materialaufbereitung und Wiederverarbeitung praktisch kennenlernen.
Durch das Zerkleinern und die erneute Verarbeitung gebrauchter Kunststoffe wird beispielhaft erfahrbar, wie aus einem Abfallmaterial neues Material entstehen kann. Kreative Aktivitäten greifen darüber hinaus die Möglichkeit auf, gebrauchte Materialien und alte Fischernetze weiterzuverwenden.
Die praktischen Versuche veranschaulichen damit, welche Möglichkeiten die Wiederverwertung bietet und weshalb Materialeigenschaften und die Beschaffenheit gebrauchter Produkte dabei berücksichtigt werden müssen.
Experimentieren im offenen Labor
Das Zukunftslabor ist als offenes Laborangebot für Freizeitbesuchende angelegt. Es ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Kunststoffkreisläufe und lädt dazu ein, einzelne Versuche selbstständig zu erkunden.
Durch das eigene Ausprobieren werden wissenschaftliche Zusammenhänge unmittelbar erfahrbar. Die Besucher können Fragen nachgehen, Materialien vergleichen und nachvollziehen, wie einzelne Arbeitsschritte mit der Wiederverwertung von Kunststoffen zusammenhängen.
Schulworkshop: „Ist das Kunststoff oder kann das weg?“
Ergänzend zum offenen Laborangebot bietet das phaeno den Workshop „Ist das Kunststoff oder kann das weg?“ für Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 an.
Im Workshop setzen sich die Schüler mit den Eigenschaften von Kunststoffen, der Wertstofftrennung und den Herausforderungen des Recyclings auseinander. Durch praktische Tätigkeiten, darunter das Zerkleinern und erneute Verarbeiten von gebrauchtem Kunststoff, erfahren sie beispielhaft, wie Materialien wiederverwendet werden können.
Der Workshop verbindet die praktische Arbeit mit der Frage, wie sich Kunststoffe möglichst sinnvoll nutzen und nach ihrer Verwendung in Materialkreisläufe zurückführen lassen.
Kreislaufwirtschaft praktisch verstehen
Das Zukunftslabor macht deutlich, dass die Wiederverwertung von Kunststoffen aus mehreren miteinander verbundenen Schritten besteht. Materialien müssen erkannt, untersucht, sortiert und für die weitere Verarbeitung vorbereitet werden.
Indem Besucher diese Schritte selbst nachvollziehen, können sie die Möglichkeiten und Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft besser verstehen. Das Zukunftslabor schafft damit einen praktischen Zugang zu einem Thema, das sowohl technische Verfahren als auch den alltäglichen Umgang mit Materialien und Ressourcen betrifft.