4DRain
Räumliche und zeitliche Wasserverteilung unter Bewässerungsmaschinen
Das Forschungsprojekt 4DRain untersucht, wie Bewässerungswasser in der Landwirtschaft effizienter und präziser eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt steht die vierdimensionale Betrachtung der Wasserverteilung: auf der Fläche (2D), im Boden (3D) und über die Zeit (4D). Mithilfe moderner Messtechnik sowie mobiler und autonomer Bewässerungssysteme werden neue Ansätze für eine bedarfsgerechte Bewässerung entwickelt und unter Praxisbedingungen erprobt. Ziel ist es, den Wasserverbrauch zu reduzieren und nachhaltige Lösungen für die Landwirtschaft zu schaffen.
Projektlaufzeit: 01.01.2025 - 31.12.2026
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher
Projektmanager: M.Sc. Felix Schmidt
Projektmitarbeiter: B.Eng. Jan Niklas Brunhöfer
Finanziell gefördert durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen Programmgebiet Übergangsregion (ÜR)
Praxispartner
- AGRAVIS Raiffeisen AG (externer Link, öffnet neues Fenster)
- seed2soil/rain2soil (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Landwirtschaftskammer Niedersachsen (externer Link, öffnet neues Fenster)
- raindancer (externer Link, öffnet neues Fenster)
Hintergrund und Projektfokus
Der Wasserbedarf in der Landwirtschaft wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Nach dem Niedersächsischen Wasserversorgungskonzept wird bis 2050 ein Anstieg des Wasserbedarfs von rund 30 % erwartet. Besonders in Niedersachsen spielt die Feldberegnung eine wichtige Rolle, da hier deutlich mehr landwirtschaftliche Flächen bewässert werden als im Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig führen die Auswirkungen des Klimawandels zu einem höheren Bewässerungsbedarf.
Für eine nachhaltige Bewässerung ist entscheidend, dass Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt die benötigte Wassermenge erhalten. Während der Wasserbedarf verschiedener Kulturpflanzen bereits gut erforscht ist, gibt es bisher nur wenige Erkenntnisse darüber, wie Bewässerungswasser bedarfsgerecht und flächenspezifisch verteilt werden kann. Bisherige Möglichkeiten der teilflächenspezifischen Beregnung haben sich als vergleichsweise aufwändig herausgestellt, und diese Möglichkeiten sind an bestimmte Bewässerungssysteme gebunden, die nur unter bestimmten Randbedingungen eingesetzt werden können, zum Beispiel der Kreisberegner.
Daraus ergeben sich zwei Fragen:
1. Was ist für die jeweilige Kultur die ausreichende Wassermenge und der richtige Bewässerungszeitpunkt?
2. Wie kann technisch gewährleistet werden, dass die Pflanze die erforderliche Wassermenge möglichst präzise und mit geringem technischem Aufwand erhält?
Hier setzt das Forschungsprojekt 4DRain an. Untersucht werden die Wasserverteilung auf der Fläche, die Ausbreitung des Wassers im Boden sowie deren zeitliche Entwicklung. Dazu werden verschiedene Bewässerungssysteme und -strategien in unterschiedlichen Kulturen untersucht. Ziel ist es, bestehende und neue Bewässerungstechnologien weiterzuentwickeln und den Wassereinsatz künftig präziser, effizienter und ressourcenschonender zu gestalten.
Neues aus dem Projekt
Ansprechpartner
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Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher
Gebäude I, Raum I 08, Suderburg
Professor für
• Hydromechanik
• Angewandte Hydrologie
• Stauanlagen und Wasserkraftanlagen
• Flussgebietsmanagement
• Hochwasserrisikomanagement
• Modellierung in der Wasserwirtschaft
• Klimawandel und Umweltauswirkungen
Institutsleitung INBW
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B. Sc. Felix Schmidt
Gebäude Am Exer 2, Raum 103, Wolfenbüttel